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Das Kinderhaus Kottgeisering wird bis zum nächsten Sommer die Maximalbelegung erreicht haben. 

Zu viele Kinder, zu wenig Plätze 

Kinderbetreuung kurz vor dem Kollaps

Kottgeisering - Das Kinderhaus fährt am Limit. Im Laufe des Kindergartenjahres bis zum nächsten Sommer wird die Maximalbelegung sowohl im Kindergarten als auch in der Krippe erreicht.

Regelmäßig ist das Kinderhaus Gegenstand umfangreicher Beratungen im Gemeinderat. Vor sieben Jahren wurde das ehemalige Schulhaus um eine Krippengruppe und einen Mehrzweckraum erweitert, vor drei Jahren wurde ein Neubau am Keckweg kurz vor Baubeginn wieder gestoppt. Weil es im Sitzungssaal der Gemeinde nach einigen Jahren keine Betriebserlaubnis für eine ausgelagerte Gruppe mehr gibt, ist es jetzt wieder so, dass das Haus aus allen Nähten platzt.

Kindergartenreferentin Kirsten Kortländer (CSU) und Katrin Kronenbitter (BV) hatten die Verwaltung mit einem Fragenkatalog gelöchert, um eine Grundlage für die künftige Weichenstellung zu haben. Ergebnis: Erweiterungsmöglichkeiten am bestehenden Haus sind aufgrund der beengten Grundstücksverhältnisse schwierig. Ein kompletter Neubau am Keckweg würde mehrere Millionen kosten – staatliche Zuschüsse gibt’s nur bei festgestellter „Bedarfsnotwendigkeit“, sind also unsicher.

Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) stellte anhand der Geburtenzahlen fest, dass die Belegungszahlen noch für die nächsten beiden Jahre prekär sein dürften. Erst danach sei mit einer Entspannung zu rechnen. Nicht zuletzt deswegen, weil ein Neubau auf einem baurechtlich schon gesicherten Grundstück erst dann fertig sein würde, wenn der Bedarf nicht mehr so groß ist, war ein ganz neues Gebäude auf der grünen Ortsrand-Wiese schnell vom Tisch. Damit sind auch die Überlegungen hinfällig, ob die vor sieben Jahren erhaltenen Zuschüsse zurückzuzahlen wären.

Eher skeptisch äußerten sich Gemeinderäte und Kinderhaus-Leitung zu einer teuren weil aufwändigen Container-Lösung. „Eine Idee wäre, die vorhandene, großzügig dimensionierte und bereits überdachte Terrasse mit einer Verglasung zum Gebäude dazuzuschlagen“, erklärte Kinderhaus-Leiterin Andrea Steinbeck. Damit könne der Bewegungsraum westwärts vergrößert werden.

Die Aufstockung auf den Mehrzweckraum, die Nutzung von Räumen im nebenstehenden Pfarrheim oder ein eigenständiges Gebäude anstelle des der Pfarrpfründestiftung gehörenden Schuppens waren weitere Ideen. „Alles, was in Richtung Pfarrheim geht wird schwierig, weil die Kreisbaubehörde das vor Jahren aus Denkmalschutzgründen schon mal abgelehnt hatte“, so Meissner. Dennoch wird sie mit der Kirchenverwaltung und mit dem südlichen Nachbarn des Kinderhauses wegen Erweiterungsmöglichkeiten sprechen. Parallel sollen die Architekten der vergangenen Erweiterung um Ideen für einen weiteren Ausbau Richtung Westen gebeten werden.

von Max-Joseph Kronenbitter 

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