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Die zum Gruppenfoto anwesenden Kandidatinnen der Grünen in Kottgeisering.

Kommunalwahl in Kottgeisering

Zu viele Bewerberinnen: Grüne müssen von Satzung abweichen

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Grüne Politik in Kottgeisering ist offenbar Frauensache. Denn bei der Aufstellung der Liste für die Kommunalwahl im kommenden März sind zehn der zwölf Kandidaten weiblich.

Kottgeisering –  Dafür wich der Ortsverein sogar von den Statuten der Landessatzung ab.

Eigentlich sind bei den Grünen die ungeraden Listenplätze für Frauen reserviert. Auf dem vom Kottgeiseringer Ortsvorstand erarbeiteten Vorschlag standen die beiden einzigen Männer – Erik Jäger und Matthias Montag – aber auf den Plätzen fünf und sieben.

„Wir wollten ein Zeichen setzen, dass bei uns Männer nicht diskriminiert werden“, sagte Ortssprecherin Gabriele Golling mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich ist ein Abweichen von der Landessatzung aber nur möglich, wenn alle anwesenden stimmberechtigten Frauen nichts dagegen haben. Da zur Nominierungsversammlung ohnehin nur die Vertreter des weiblichen Geschlechts erschienen waren, war diese Abstimmung aber schnell über die Bühne. Das Ergebnis: Die beiden Männer dürfen auf ihren ungeraden Listenplätzen bleiben.

Zwei Ratsplätze verteidigen

Die Politik der Grünen hat es in Kottgeisering – ganz anders als in der direkten Nachbargemeinde Grafrath – eher schwer. Gabriele Golling wäre daher schon zufrieden, wenn die Partei bei der Wahl die beiden Ratsplätze verteidigen könnte, die sie derzeit inne hat. Die amtierenden Grünen-Räte sind Gabriele Golling selbst und Petra Mulitze, die als Nachrückerin für den damaligen Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Karl Hackl, ins Gremium gelangte.

Dieses Mal stellen die Grünen – anders als zur Wahl 2014 – keinen Bewerber für den Chefsessel im Rathaus. „Es hat sich niemand gefunden“, sagte Gabriele Golling. Auch ohne Spitzenkandidat wollen die Grünen in Kottgeisering Themen wie Ökologie und Klimaschutz eine Stimme geben, wie die Ortssprecherin erklärte. Ihr Schwerpunkt liege dabei beim Klimaschutz, der bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen berücksichtigt werden müsse.

Die amtierenden beiden Ratsmitglieder führen die Liste der Grünen in Kottgeisering an. Petra Mulitze erklärte, dass sie sich vor allem für eine CO2-neutrale Mobilität in Form eines Radwegekonzepts einsetzen wolle. Auch die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sei ihr wichtig. „Außerdem vermisse ich es in unserem Ort, dass sich die Leute in die Kommunalpolitik einbringen“, sagte sie. Der Listenvorschlag für die Kommunalwahl wurde einstimmig angenommen. Es waren sieben stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Die Liste der Grünen in Kottgeisering

1. Gabriele Golling 2. Petra Mulitze 3. Sylvia Summerer 4. Anita Schleibner 5. Erik Jäger 6. Ulrike Stauner 7. Matthias Montag 8. Amelie Montag 9. Anne Klein 10. Renate Binnig 11. Stefanie Lorenz 12. Gabriele Wörle.

Auch interessant: Die Themenseite zur Kommunalwahl

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