+
Die Kandidaten der CSU Kottgeisering.

Kommunalwahl in Kottgeisering

Feuerwehr-Kommandant auf Platz 1 bei der CSU

Jetzt wäre der Weg frei oder zumindest freier gewesen: Doch auch nach dem angekündigten Verzicht auf eine erneute Bürgermeisterkandidatur von Sandra Meissner (Bürgervereinigung) stellt die Kottgeiseringer CSU keinen Bewerber für das höchste Amt in der Gemeinde auf.

Kottgeisering –  „Wir haben einfach keinen oder keine gefunden“, stellte der CSU-Ortsvorsitzende Christian Bichler nach der Nominierungsversammlung fest.

Die Zeit, in der die CSU mit Josef Drexler über 20 Jahre lang den Bürgermeister stellte, schreitet also um weitere sechs Jahre voran. Unbestätigten Berichten zufolge soll aber Kirsten Kortländer für die Kommunalwahl 2026 als Spitzenkandidatin aufgebaut werden.

Bürgermeister-Amt kaum im Nebenberuf zu machen

Die Schwierigkeit liege darin, so Bichler, dass ein normaler Angestellter das Bürgermeister-Ehrenamt nicht nebenberuflich ausführen könne. „Es kommen eigentlich nur Selbstständige und Beamte in Frage, was die Auswahl enorm einschränkt“, erklärt der CSU-Ortschef. Er selbst ist Angestellter in der Luftfahrtindustrie und nebenbei auch noch der örtliche Feuerwehrkommandant. Weil sich auch noch privat neue Perspektiven ergeben hätten, stehe er als Bürgermeisterkandidat nicht zur Verfügung.

Dafür hofft die CSU inständig, ab Mai 2020 wenigstens den Vize-Bürgermeister stellen zu können – sei es durch ein deutliches Abstimmungsergebnis im dann neu gewählten Gemeinderat oder – dieses Mal – durch Losglück. Denn zu Beginn der derzeitigen Sitzungsperiode herrschte Stimmengleichheit zwischen Andreas Folger (Bürgervereinigung) und Oskar Ostermeir (CSU). Ausgerechnet Christian Bichler als „Losfee“ machte Andreas Folger damals zum Vize-Bürgermeister.

Mit Landrat Thomas Karmasin hatte die CSU einen prominenten Wahlleiter für die Aufstellung ihrer Gemeinderatsliste gewonnen. Dieser durfte die Nominierung von 20 Kandidaten koordinieren, wobei die ersten vier Plätze doppelt vergeben wurden. Dass sich auf der Liste – ganz entgegen dem Trend der bayerischen CSU – nur drei Frauen fanden, war Karmasin freilich nicht anzulasten.

Ziel der Kottgeiseringer CSU sei es, mindestens wieder vier oder mehr Sitze zu belegen, hieß es in der Versammlung. Auf den ersten sechs Plätzen finden sich neben Christian Bichler selbst noch weitere zwei Neulinge: Werner Fesenmeir, selbstständiger Metallbau-Meister, und Landwirt Christian Schmid. Erst am 28. Februar soll eine öffentliche Vorstellungsrunde der Kandidaten für die Kommunalwahl erfolgen.

Im Gemeinderat von Kottgeisering gibt es zwölf Plätze. In der laufenden Amtsperiode belegt die CSU vier: mit Kirstin Kortländer, Oskar Ostermeir, Manfred Ziegler und Florian Lutzenberger. Letzterer tritt nicht mehr an. Grund ist berufliche Belastung. (mjk)

Das sind die Kandidaten der CSU Kottgeisering

1. Christian Bichler 2. Kirsten Kortländer 3. Oskar Ostermeir 4. Manfred Ziegler 5. Werner Fesenmeir 6. Christian Schmid 7. Andre Müller 8. Rasso Ostermeir 9. Michael Bichler 10. Josef Keller 11. Günter Krenn 12. Christine Wittmann 13. Sebastian Braunitzer 14. Andreas Bichler 15. Sebastian Lacher 16. Markus Hufnagel 17. Rupert Keller 18. Johann Schamberger 19. Roman Bischof 20. Barbara Schmid

Auch interessant: Die Themenseite zur Kommunalwahl

Auch interessant

Kommentare