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Zwischen Villenstraße Nord und Johannishöhe

Kottgeisering bekommt neues Baugebiet

Der Druck auf dem Immobilienmarkt bleibt groß. Das führt dazu, dass der Kottgeiseringer Gemeinderat eine Anfrage nun nicht mehr so kritisch sieht – ein neues Baugebiet wäre denkbar.

Kottgeisering Zwei Anfragen für die Bebauung der ehemaligen Pferdekoppel unterhalb des Wasserturms zwischen Villenstraße Nord und Johannishöhe waren in der Vergangenheit abgelehnt worden. Wohl auch deswegen, weil deutlich mehr Häuser geplant waren.

Jetzt ein Erfolg im dritten Anlauf: Nachdem Architekt Martin Ilg im Auftrag einer Erbengemeinschaft eine deutlich verkleinerte Bebauungsanfrage gestellt hatte, konnte sich die große Mehrheit des Gemeinderates durchaus vorstellen, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern.

„Wir wollen nur noch vier Doppelhäuser und ein einzelnes Haus im südlichen Bereich realisieren“, sagte der Architekt im Gemeinderat. In den Jahren 2008 und 2015 war er mit einer fast vollständigen Bebauung der knapp vier Hektar großen Fläche abgeblitzt. Anhand eines Modells stellte er dar, dass jetzt nur ein kleiner Teil der großen, ehemaligen Pferdekoppel bebaut werden soll. Diese ist derzeit noch als private Grünfläche ausgewiesen. Um Baurecht zu schaffen, müsste der Gemeinderat entsprechende Änderungen in der Bauleitplanung beauftragen.

„In der vom Landkreis verabschiedeten Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES) ist die Fläche für eine weitere Bebauung vorgeschlagen – nicht zuletzt deswegen, weil das Gebiet bereits rundrum bebaut ist“, argumentierte der Planer weiter.

Nachbarn bisher gegen die Pläne

Die in der Nachbarschaft entstandenen Probleme mit der Ableitung des Oberflächenwassers (durch Rigolen oder überirdische Retentionsflächen) seien in den Griff zu kriegen. Durch die Hanglage sei der Fernblick der oberhalb liegenden Nachbarn nicht beeinträchtigt, sagte der Architekt. Denn die Nachbarn, die sich schon bei den ersten beiden Anfragen zu einer Interessensgemeinschaft dagegen zusammengefunden hatten, füllten auch diesmal wieder den Sitzungssaal.

Oskar Ostermeir und Manfred Ziegler (beide CSU) konnten sich die Bebauung mit einer Erschließungsstraße auf der Nordseite und einem Wendehammer grundsätzlich vorstellen. „Mittlerweile wissen wir, dass sich im Griesbründl kein Baugebiet ausweisen lässt, deswegen sollten wir wenigstens hier eines ermöglichen“, so Ostermeir.

Einem finanziellen Ausgleich für die der Gemeinde entstehenden Folgekosten wollen sich die Bauherrn prinzipiell nicht verschließen. Details dazu – wie auch juristische und entwässerungstechnische Fragen – sollten nach Ansicht des ebenfalls in der Sitzung anwesenden Bauamtsleiters Erwin Fraunhofer erst dann geklärt werden, wenn es prinzipiell ein positives Votum des Kottgeiseringer Gemeinderats gibt – was dieser dann auch gegen die Stimme der Bürgermeisterin Sandra Meissner (Bürgervereinigung) erteilte. (mjk)

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