Eine Fotovoltaik-Anlage
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Eine Fotovoltaik-Anlage

Kottgeisering

Denkmalschutz contra Sonnen-Energie

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
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Da wurde die Photovoltaik-Rechnung ohne die Denkmalpflege gemacht: Bürgermeister Andreas Folger (Bürgervereinigung) informierte die Mitglieder des Gemeinderates, dass die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des gemeindlichen Kindergartens an der Schulstraße um fast die Hälfte abgespeckt werden müsse.

Kottgeisering – „Die denkmalrechtliche Erlaubnis wurde nur für die westliche Seite des Haupttraktes und für das Satteldach des Quergiebels erteilt“, sagte Folger. Frei bleiben müsse die der Straßenseite zugewandte östliche Dachhälfte des Hauptgebäudes, weil die Anlage das daneben liegende Baudenkmal des jetzigen Pfarrheims beeinträchtige.

Das ehemalige Pfarrhaus wurde um 1920/30 als zweigeschossiger Walmdachbau im Heimatstil errichtet. Noch näher am Kindergarten steht das ebenfalls in der Denkmalliste erwähnte Nebengebäude mit ornamentierter Tür.

Sylvia Summerer (Grüne) regte wegen der damit erzwungenen Kosteneinsparung an, das Geld in einen bereits diskutierten aber wieder verworfenen Batteriespeicher zu installieren. Dafür konnte sie aber ihre Kollegen nicht begeistern. Zum einen, weil der produzierte Strom tagsüber im Kindergarten sofort gebraucht würde, zum anderen, weil die Anlage wegen immer weiter absinkender Einspeisevergütungen noch im laufenden Jahr ans Netz gehen sollte. Eine Umplanung oder ein Einspruch gegen die denkmalpflegerische Auflage würde das Projekt unabsehbar verzögern.

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