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Die Gemeinde hätte gerne Nistkästen an der PV-Anlage

Kottgeisering

Gemeinderat möchte Nistkästen bei Photovoltaik-Anlage

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 Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck müssen für den zweiten Bauabschnitt der Photovoltaikfreiflächenanlage im Kottgeiseringer Westen nun doch keine Nistkästen mehr als Ausgleich errichten. Bei den Grünen im Gemeinderat stieß das auf Bedauern. 

Kottgeisering – Nun soll das Unternehmen freiwillig etwas für die Natur tun.

Bereits im Dezember hatte das Ratsgremium der für die Erweiterung nötigen Änderung des Bebauungsplanes zugestimmt. Schon damals war klar, dass die PV-Module nicht mehr flach auf dem Boden, sondern in der üblichen Ständerbauweise errichtet werden können. Dadurch ist es laut Planungsbüro möglich, unter den Modulen extensives Grünland anzulegen.

Die ursprünglich geforderte Eingrünung des Areals konnte in der Planungsänderung im nördlichen und westlichen Bereich deshalb zurückgefahren werden. Das war unstrittig. Allerdings wurden auch die Auflagen gestrichen, wonach die Stadtwerke unterschiedliche Maßnahmen für den Artenschutz ergreifen sollten.

Steinhaufen für Reptilien

Vorgesehen waren 40 Nisthilfen unter anderem für den Gartenrotschwanz sowie die Anlage von sechs Steinhaufen als Lebensraum für Reptilien. Petra Mulitze (Grüne) gefiel das gar nicht, dass der Artenschutz nun derart zurückgefahren wird.

Der ebenfalls bei der Sitzung anwesende Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt erläuterte, dass Nistkästen auch zu einem Problem werden könnten: „Vogelkot könnte vielleicht die Leistung der Photovoltaik-Module beeinträchtigen.“ Dennoch forderte Mulitze, dass dann zumindest die Steinhaufen für die Reptilien realisiert werden sollen.

Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) erklärte, dass eine Aufnahme in die Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht möglich sei. „Wir können aber an die Stadtwerke appellieren, die Maßnahmen freiwillig umzusetzen“, sagte sie. Dabei ging die Rathauschefin sogar noch einen Schritt weiter als Mulitze. Sie will das Unternehmen bitten, auch die Nisthilfen umzusetzen.

Hoppenstedt sagte zu, dass er die Anregung mitnehmen werde: „Wir prüfen, was möglich ist.“ Der Gemeinderat segnete die Änderung des Bebauungsplanes letztlich einstimmig ab. Als Nächstes werden die Bürger und Behörden nach ihrer Meinung gefragt. 

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