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Kritik an Nahverkehr und Nahversorgung

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Neu in Kottgeiserings Gemeindepolitik ist der für kommendes Jahr geplante Baubeginn für die Renaturierung des Mutterbachs. © Max-Joseph Kronenbitter

Das Aufreger-Thema Rahmenplan hatte Kottgeiserings Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) mit einem Planungsstopp wenige Tage zuvor abgeräumt. Daher ging es in der Bürgerversammlung um Nahverkehr, Nahversorgung, Straßensperrungen und den Mutterbach.

Kottgeisering – Vor dem Bericht der Rathauschefin stellte sich Landrat Thomas Karmasin den Fragen der rund 100 Zuhörer, die sich im Sportlerheim eingefunden hatten. Michael Rapp gab seinen Eindruck wieder, dass die ÖPNV-Busse im Landkreis nicht angenommen werden.

„Wir haben das Bus-Angebot deutlich erhöht, weil wir der Ansicht sind, dass die Leute nur dann auf das Auto verzichten, wenn der ÖPNV wirklich attraktiv ist“, erklärte Karmasin dazu. Ziel sei, Mobilität vom Leihrad bis zum Leih-Möbelwagen anzubieten und aufeinander abzustimmen. „Die Auslastung wird laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst, aber ein Jahr Zeit muss man einem neuen Angebot geben, um zu sehen, ob es angenommen wird.“

Michael Swoboda regte in diesem Zusammenhang an, eine Verbindung zum Einkaufen nach Eching (Kreis Landsberg) und weiter nach Schondorf anzubieten. Diese Idee nehme er mit, sagte Karmasin.

Nach der Ehrung von Karl Fiedler (40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst) und Christian Schmid (25 Jahre) durch den Landrat verließ dieser die Versammlung – „rechtzeitig, bevor es um die Kreisumlage geht“, wie Karmasin augenzwinkernd anmerkte.

Neu in Kottgeiserings Gemeindepolitik ist der für kommendes Jahr geplante Baubeginn für die Mutterbachrenaturierung. Sandra Meissner sprach von einem „Ewigkeitsprojekt“. Neu ist zudem der Kauf eines Ackers nördlich der Bahnlinie, auf dem die Gemeinde erwägt, einen Teil des Hochwasserschutzprojekts umzusetzen. Die Pläne liegen seit über fünf Jahren in der Schublade.

Zudem ging es um die Erweiterung des großen Wertstoffhofes: Weil noch keine Baugenehmigung vorliegt, wird diese erst im kommenden Jahr erfolgen.

In der Aussprache mokierte sich Hans-Jürgen Seitz über einen häufig zugeparkten Unterflurhydranten im Johann-Gerum-Weg und einen seiner Ansicht nach zu hohen Wasserdruck von acht bis zehn bar. Im Zusammenhang mit der Straßensperrung in der Südlichen Villenstraße (Erneuerung der Wasserleitung) beschwerte sich Michael Rapp über die schlechte Terminkoordination, weil gleichzeitig die Graf-Rasso-Straße in Grafrath ebenfalls gesperrt sei und der Weg zum Bahnhof sich so deutlich verlängere. Sandra Meissner sagte dazu: „Pech, war nicht so geplant.“

Wenig Chancen auf Verbesserungen sah die Bürgermeisterin beim Thema Nahversorgung. „Wir haben mit einem Arbeitskreis und einer detaillierten Studie viel getan, aber es gibt weder Eigentümer, die Ladenflächen im Ortszentrum anbieten, noch einen Unternehmer, dem die Standortanalyse ausreicht, um einen Laden aufzumachen.“

MAX-JOSEPH KRONENBITTER

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