Die Ortseinfahrt von Kottgeisering.
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Die Kreisstraße führt in einer leichten Rechtskurve nach Kottgeisering. Zwar gibt es eine hier eine Verkehrsinsel, allerdings ist diese mittlerweile aufgrund neugebauter Häuser zu weit im Ort drinnen. Für eine neue steht kein Baugrund zur Verfügung.

Aus dem Gemeinderat

Tempo 30: Landratsamt sagt Nein zu Wünschen der Kottgeiseringer

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
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Das Tempo, mit dem die Autofahrer die südwestliche Ortsgrenze von Kottgeisering erreichen, beschäftigt den Gemeinderat weiterhin.

Kottgeisering – Die zentrale Frage lautete: Reicht eine dauerhaft installierte Geschwindigkeitsmessanlage oder soll es gleich eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer sein?

Die Tempo 30-Forderung am Ortseingang von Peutenmühle kommend hatten die Anwohner schon eingehend begründet. „Bis dato konnte das Landratsamt dem nicht nähertreten“, zitierte Bürgermeister Andreas Folger (BV) aus der Sitzungsvorlage und wiederholte die Feststellung, dass es sich um eine Kreisstraße handele. Bei dieser habe die Gemeinde nur ein bedingtes Mitspracherecht.

Landratsamt lehnt Tempo-Begernzung ab

Dem wollte Gabi Golling (Grüne) aber nicht zustimmen. „Generell sollte eine Gemeinde eigenständig feststellen dürfen, dass es sich hierbei um eine Gefahrenstelle handelt“, sagte Golling und forderte, dass die Gemeinde deswegen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer eintritt. „Das Landratsamt lehnt das mehr oder weniger ab, hat das aber so noch nicht offiziell kommuniziert“, berichtete Straßenreferentin Maria Klotz, die bei dem neuerlichen Ortstermin mit Landratsamt und Polizei dabei war.

Ein oft praktiziertes Verfahren, eine Verkehrsinsel an den Ortseingang zu bauen, scheitert daran, dass dafür kein Baugund zur Verfügung gestellt wird. Die vorhandene, jedoch zu weit im Ort platzierte Verkehrsinsel zu verkleinern und dafür dann eine Querungshilfe mit Schulweghelfern einzurichten, lehnte Folger ab. „Wir finden derzeit nur mit Mühe ausreichend Schulweghelfer, deswegen sollten wir hier nicht noch weiteren Bedarf schaffen“, so der Rathauschef. Dazu käme, dass der Übergang dann nur eine Stunde täglich besetzt sei und in der übrigen Zeit des Tages durch die verkleinerte Insel schneller gefahren werde als sonst.

Funktionierende Beispiele aus den Nachbargemeinden

Während Manfred Ziegler (CSU) fand, dass Tempo 30 Schilder nichts bringen, wenn sie nicht durch bauliche Änderungen begründet werden, erinnerten andere an funktionierende Beispiele in den Nachbargemeinden Türkenfeld und Eching (Kreis Landsberg), in letzterer dank regelmäßiger Verkehrsüberwachung.

Schließlich wurde der Bürgemeister mehrheitlich vom Gemeinderat beauftragt, dem Landratsamt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer bis zur Einmündung in eine kleine, namenlose Nebenstraße vorzuschlagen. Als Sofortmaßnahme wurden jetzt schon sichtbehindernde Werbeschilder entfernt und Äste zurückgeschnitten.

Zusätzlich soll für die dauerhafte Aufstellung an dieser Stelle der Ammerseestraße, sowie an der Jesenwanger Straße (nördliche Ortseinfahrt) ein Messgerät aufgestellt werden. Das bereits in der Gemeinde vorhandene Gerät bleibt in der Grafrather Straße (östlicher Ortseingang) aufgestellt. Damit wären alle Ortseingänge abgedeckt.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Kottgeisering finden Sie hier.

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