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Nach 16 Jahren gibt es endlich einen Bruterfolg.

Bruterfolg nach 16 Jahren

Kottgeiseringer Störche haben Nachwuchs

Die Störche in Kottgeisering haben Nachwuchs: Wie viele Küken geschlüpft sind, ist nicht klar. Ein Vogelbaby ist aber schon gestorben.

Bruterfolg nach 16 Jahren Wartezeit: Während die Geburtenzahlen der menschlichen Bewohner im Dorf zuletzt unter den Vergleichswerten der vergangenen Jahre lagen, gibt es bei den Störchen am Gemeindezentrum endlich Nachwuchs zu vermelden. Dieter Eder, der von einem Zimmerfenster aus das Treiben auf dem Dach des Feuerwehrschlauchturms seit Monaten beobachtet, ist sich sicher, dass es Storchenbabys gibt. „Seit etwa zwei Wochen schleppen die Eltern abwechselnd Futter für die Jungen herbei“, berichtet der ehemalige Feuerwehrkommandant. Obwohl er im Obergeschoss seines Hauses einen guten Beobachtungsposten hat, kann er wegen des hohen Nestrandes nicht in den Horst sehen. „Man sieht, wie sich gelegentlich eine Schnabelspitze bewegt.“

Wie viele der einst vier Eier erfolgreich ausgebrütet wurden, könne er nicht sagen. Ein Verlust ist sicher, denn ein Storchenjunges lag eines Tages tot am Boden. „Dieter und unsere Enkelin haben es neben dem Rhabarberbeet beerdigt“, berichtet seine Frau Elisabeth.

Die Freude über den Bruterfolg ist groß, denn die Kottgeiseringer haben in den vergangenen Jahren viel unternommen, um am Rande des Ampermooses endlich Störche dauerhaft anzusiedeln. Es begann 2002, als ein damals noch aus Holz bestehendes Grundgerüst für einen Horst auf dem Schlauchturm installiert wurde. Immer wieder waren Störche dort und auf dem Dach des Pfarrheims zu sehen, wo aber gar kein Nest war. Nach diversen Recherchen regte Dieter Eder vor sieben Jahren an, eine dauerhafte Metallkonstruktion mit einem „Startpaket“ an Eichenästen auf das Dach zu heben. Das führte immerhin dazu, dass das Interesse durch vereinzelte Störche zunahm. Im Frühjahr organisierte Willi Huß dann eine Hebebühne, um den Horst mit Dieter Eder nochmals auszukleiden und mit Laub zu füllen. Balzendes Geklapper zweier Störche war bald vom Rathaus zu hören.

Bis zu den ersten Flugversuchen am Ende der Nestlingszeit dauert es acht bis neun Wochen. In der Zwischenzeit heißt es abwarten. Gewitterstürme und Regengüsse könnten dem Nachwuchs zu schaffen machen – und das Dorffest gilt es zu überstehen, weil die Musik für Lärm bis in die Nacht sorgt.

Wenn die Jungen größer und stärker sind, strecken sie vielleicht ihren Hals mal über den Nestrand. Bis dahin will man sie möglichst wenig stören – und bis dahin gibt es auch keine Fotos.

Das Dorffest

wird am Samstag, 7. Juli, ab 15 Uhr bei jedem Wetter in Kottgeisering gefeiert. Die Dorfvereine bieten Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen. Ab 17 Uhr messen sich Teams beim Maßkrugschieben. Die Blaskapelle spielt ab 18.30 Uhr, dazu gibt bayerische Schmankerl, Pizza und Fassbier. Später legt ein DJ auf, der Barbetrieb startet um 22 Uhr. Eintritt: vier Euro.

von Max-Joseph Kronenbitter

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