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Mit Plakaten protestieren Anwohner der Johannishöhe gegen die Abholzaktion und den geplanten Vollausbau.

Bürgerinitiative stemmt sich gegen Vollausbau

Johannishöhe: Offener Brief an Bürgermeisterin

Nach der Abholzaktion an der Kottgeiseringer Johannishöhe protestieren die Anwohner gegen den geplanten Vollausbau des Geländes. Sie wollen das Areal naturnah erhalten.

KottgeiseringIn einem offenen Brief appelliert die Bürgerinitiative an Bürgermeisterin Meissner, die Planungen für den asphaltierten Waldweg umgehend einzustellen.

Die Bürgerinitiative setzt sich für den naturnahen Erhalt der Johannishöhe ein. Nachdem ein Grundstücksbesitzer Anfang Februar Dutzende Bäume gefällt hatte, kamen nun rund 40 Anwohner zu einer Ortsbegehung mit der Bundestagsabgeordneten Beate Walter-Rosenheimer (Grüne). „Wir haben hier Specht, Uhu, Kuckuck und von Frühling bis Herbst unzählige Wanderer und Spaziergänger von Nah und Fern, die den besonderen Naturerholungswert der Johannishöhe seit Jahrzehnten kennen und schätzen“, sagt Wolfram Weisse, Sprecher der Bürgerinitiative. „Andere Gemeinden würden hier nicht planieren und versiegeln, sondern sich mit ihren Besonderheiten schmücken und ihre Attraktionen vermarkten.“

Wulf Noack, Initiator der Bürgerinitiative und Mitunterzeichner des offenen Briefs, versteht die Ausbaupläne nicht. „Frau Meissner ist bis heute einen plausiblen Grund schuldig geblieben, warum eine kleine Gemeinde eine Waldstraße großflächig asphaltieren möchte.“ Die ins Feld geführten Argumente wie mehr Verkehrssicherheit sind seiner Überzeugung nach vorgeschoben: Er glaubt, dass während der noch gültigen Übergangsfrist die Kosten auf die Anlieger abgewälzt werden sollen. Wie die Johannishöhe im Falle eines Vollausbaus abgerechnet wird, ist zwischen Gemeinde und Bürgerinitiative umstritten, die Rechtslage ist kompliziert.

Wer wie die Bürgermeisterin die jüngste Abholzung eines Alleeteilstückes als „Umweltskandal erster Güte“ bezeichne und sich schockiert darüber zeige, der müsse einen zerstörerischen Vollausbau in einem derart sensiblen und schützenswerten Naturraum, dem weitere Bäume zum Opfer fielen, sofort ad acta legen, sagt BI-Sprecher Weisse. Alles andere sei nicht nachvollziehbar und wenig glaubhaft.

tb

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