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Notlösung: Ein örtlicher Landwirt räumte kurzfristig Kottgeiserings Straßen. 

In Kottgeisering

Massiver Ärger über verspäteten Räumdienst

Der Winterdienst in den vergangenen Tagen sorgt in Kottgeisering für erheblichen Ärger. Nun gab es ein erstes Krisengespräch im Rathaus.

Kottgeisering Ärger gab es zum einen, weil der Räumdienst erst lange nach Schneefallbeginn erstmalig seine Runde im Dorf gedreht hatte. Zum anderen, weil Bewohner in einigen Straßenabschnitten in der Kreuzackersiedlung und in der Johannishöhe den Schneepflug bis Sonntagabend überhaupt nicht gesehen haben. Bei einigen, die das Glück hatten, dass er die Straße vor ihrem Grundstück geräumt hatte, sorgten große Schneebrocken vor ihren Grundstücks- und Garagenzufahrten für Verzweiflung. Denn die waren durch den schweren Nassschnee praktisch nicht zu bewegen. Vermutlich entfiel auch wegen des mangelhaften Winterdienstes die für Freitag vorgesehene Entleerung einiger Mülltonnen.

Bürgermeisterin Sandra Meissner hatte sich bis Sonntagmittag vergeblich bemüht, den mit dem Winterdienst beauftragten Unternehmer aus Eresing (Kreis Landsberg) zu erreichen. „Ich weiß, es ist Chaos. Aber ich kann ihn telefonisch nicht erreichen“, berichtete Meissner auf Nachfrage. Um Verkehrsbehinderungen zum Beginn der Schul- und Arbeitswoche kurzfristig zu beseitigen, hatte die Gemeinde einen örtlichen Landwirt mit seinem Schlepper aktiviert.

Maria Klotz, Straßenreferentin des Gemeinderates kennt das Problem: „Der Unternehmer hat nur ein sehr breites Schneeräumschild. Und damit kommt er vor allem bei kleineren Dorfstraßen nicht durch.“

Besonders kritisch sei es in der oberen Johannishöhe, die teilweise nicht asphaltiert ist und zudem beidseitig beparkt wird. Schon in den vergangenen Wintern hatte es da immer wieder Probleme gegeben – was einer der Gründe dafür war, warum der bisherige, ortsansässige Winterdienst-Fahrer seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Die Gemeinde hatte dann die Leistungen neu ausgeschrieben und mit einem Unternehmer aus dem Landkreis Landsberg einen Vertrag geschlossen. Wie jedes Jahr hätte es vor Beginn der Saison mit der Verwaltung und allen Beteiligten eine Winterdienstbesprechung mit Einweisung gegeben. Denn neben der Räumung der Ortsstraßen hat die Gemeinde auch einen zweiten, örtlichen Unternehmer für die Räumung der Gehwege engagiert, bei dem es aber keine Probleme gibt. „Dabei wurde ein Räum- und Streuplan übergeben, in dem die Straßen markiert sind, und zudem Prioritäten festgelegt sind“, stellt die Bürgemeisterin auf Nachfrage fest.

Ergebnis nach dem Krisengespräch am Montag sei, dass die Gemeinde die Parkverbotszonen während des Winters in einigen Straßen ausweitet. „Ich appelliere aber an die Anwohner, auch ohne Verbotsschilder so zu parken, dass der Winterdienst nicht behindert wird“, so Meissner. (mjk)

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