Andrea Pronesti-Lehmann folgt dem Aufruf der Kulturreferentin und dekoriert die Tafeln der Ausstellung mit ein paar farbigen Schleiferl.
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Andrea Pronesti-Lehmann folgt dem Aufruf der Kulturreferentin und dekoriert die Tafeln der Ausstellung mit ein paar farbigen Schleiferl.

Als Ersatz für den echten Baum

Mini-Ausstellung über Maibaum

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
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Wegen der Corona-Pandemie wurde weder im vergangenen Jahr noch heuer ein Maibaum in Kottgeisering aufgestellt. Maibaum-Feeling gibt es aber mit einer Mini-Ausstellung.

Kottgeisering – Seit über eineinhalb Jahren ziert kein Maibaum mehr den Kottgeiseringer Dorfplatz. Der letzte wurde vor den Herbststürmen im Jahr 2019 umgelegt. Auch zum diesjährigen 1. Mai wurde wegen der Corona-Pandemie kein neuer Baum aufgestellt. Doch ein wenig Maibaum-Feeling gibt es trotzdem in Kottgeisering.

In einer kleinen, aber sehenswerten Ausstellung zeigt die Kulturreferentin Kirstin Kortländer am Dorfplatz, wie es denn gewesen wäre, wenn es einen Baum gegeben hätte. Zahlreiche, mehr oder weniger historische Fotos von Marile Klotz, Waltraud Lerner und Manfred Ziegler hat die Gemeinderätin zu einer Collage zusammengestellt und an sechs Pflöcken auf dem Dorfplatz befestigt. Darunter sind auch Fotos vom Baumumsägen und -abholen – einer der Begebenheiten, bei der aus Geheimhaltungsgründen nicht viele Leute dabei sein dürfen.

Maibaum-Aufstellen 1950: Es ist eines der Bilder, die in der Schau zu sehen sind.

Bei genauem Hinschauen wird auf den Fotos auch deutlich, dass der Kottgeiseringer Maibaum schon mindestens zweimal umgezogen ist, also einen neuen Standort gefunden hat. Eindrucksvoll auch die Fotos, die das gigantische Rohbau-Fundament des jetzigen Standorts zeigen. Und: Es gab schon Maibaum-Jahre, in denen die umstehenden Bäume (anders als heuer) schon voll belaubt waren.

„In Absprache mit Sebastian Lacher, dem Vorsitzenden des Maibaumvereins, habe ich auch einen Text zusammengestellt, in dem der Brauch rund um den Kottgeiseringer Maibaum geschildert wird“, berichtet die Kulturreferentin. Und ihrem Aufruf in den sozialen Medien sind die Kottgeiseringer zahlreich nachgekommen: Sie haben die Ausstellungspfosten mit bunten Schleiferln geschmückt. Die Mini-Ausstellung ist immerhin ein Trost dafür, dass voraussichtlich noch ein weiteres Jahr vergehen wird, bis Kottgeisering wieder einen Maibaum haben wird. mjk

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