Vorhaben könnte auf Areal in der Nähe des Maibaums realisiert werden

Neuer Anlauf fürs Seniorenwohnen

Neuer Anlauf in Sachen Seniorenwohnen Kottgeisering: Nach monatelanger Suche wurde der Genossenschaft ein Grundstück unweit des Maibaums angeboten.

Kottgeisering – Zwölf Wohneinheiten für Senioren sollen in zwei Gebäuden mit jeweils einem Obergeschoss und ausgebautem Dachgeschoss geschaffen werden. Die Häuser sind durch einen Zwischenbau für Aufzug und Treppe miteinander verbunden. Nach einem ersten Entwurf und anschließender Ortsbesichtigung mit Bauamt, Bürgermeisterin und einer Ortsplanerin korrigierten die Genossen das Bauvolumen nach unten. Mit einer formlosen Anfrage wollten sie jetzt die Meinung des Gemeinderates ausloten, bevor dann eine richtige Bauvoranfrage gestellt wird.

Kaufen wollen die Genossen, nachdem der Umfang des Baurechts feststeht

Sandra Meissner sagt: „Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Seniorenwohnanlage im Dorfgebiet.“

„Eine Alternative wäre gewesen, einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan zu machen“, erklärte Hans Gschwendtner, Vorsitzender der Genossenschaft. „Dazu hätten wir aber bereits Grundstückseigentümer sein müssen“. Kaufen wollen die Genossen aber erst, nachdem der Umfang des Baurechts feststeht. „Die Kernfrage, die die Verwaltung jetzt geprüft hat, ist, ob sich das Bauvorhaben in die Umgebung einfügt“, sagte Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV). Grundsätzlich spreche nichts gegen eine Seniorenwohnanlage im Dorfgebiet.

Schwierig sei dagegen die deutliche Überschreitung der Grund- und Geschossflächenzahl sowie die hohe Anzahl der Wohneinheiten. „Weitere Punkte wie die Befreiung von der örtlichen Stellplatzsatzung, der Brandschutz sowie die Zufahrt können verbindlich nur über einen Vorbescheid geklärt werden“, zitierte Meissner aus der Vorlage des Bauamtes. Ohne eine weitere Reduzierung hätte aber der Antrag auf Vorbescheid keine Aussicht auf Erfolg.

Nachdem sich Maria Klotz und Willi Huß (beide BV) auch Sorgen um Zufahrt und Wirtschaftlichkeit machten, appellierte Vize-Bürgermeister Andreas Folger (BV) an seine Kollegen, nicht Dinge zu suchen, die das Projekt zu Fall bringen, sondern es positiv zu sehen und zu fragen, wie man es unterstützen könne. Gabi Golling (Grüne) stieß ins selbe Horn, fand viel Zukunftsplanerisches in dem Projekt und wollte lieber höher und dichter bauen, als sich in die Fläche auszubreiten.

Der Standort ist wohl der letzte, der im Ort näher untersucht werden soll

Bürgermeisterin Sandra Meissner erinnerte daran, dass dasselbe Projekt auf der Rathauswiese gescheitert war, obwohl es anfangs positiv beschieden wurde. „Das sollten wir diesmal vermeiden“, so Meissner. Folger sah viele Vorteile, wenn es keinen Bebauungsplan dafür gebe und nur die Frage der Einfügung zu klären sei: „Damit haben wir mehr Spielraum, Vergleichszahlen zu überschreiten.“

Hans Gschwendter wurde empfohlen, die Stellgrößen nochmals kritisch zu überprüfen und mit dem Landratsamt zu beraten. Der Vorsitzende machte deutlich, dass „den aktuellen Mitgliedern der Genossenschaft aufgrund ihres Alters schön langsam die Zeit davonrennt.“ Und dass dieser Standort wohl der letzte sei, den sie im Ort näher untersuchen wollen.

von Max-Joseph Kronenbitter

Rubriklistenbild: © dpa

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