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Kottgeisering

Das schnelle Netz für ein ganzes Dorf

Zeitgemäßes Internet, in dem auch große Datenmengen schnell empfangen und übermittelt werden können – auch die Gemeinde Kottgeisering soll daran Anteil haben. 

Kottgeisering – Nach einer Präsentation der Deutschen Glasfaser Holding GmbH im Gemeinderat signalisierte das Gremium ohne Gegenstimme grundsätzlich Interesse. Bürgermeisterin Sandra Meissner wurde ermächtigt, Vertragsverhandlungen zu führen. Einem Vertragswerk selbst müsste der Gemeinderat wieder zustimmen.

Arnold Dietrich, Expansionsmanager des seit 2013 auch in Bayern tätigen Unternehmens, will dabei auf die Mitwirkung der Gemeinde setzen. „Wir haben ehrgeizige Ziele“, so Dietrich. Mit dem finanziellen Hintergrund amerikanischer und niederländischer Investoren will man aktuell rund 60 Kommunen mit dem Glasfasernetz ausstatten. Dies soll in eigenwirtschaftlicher Form geschehen. Dennoch will man es in offener Form anbieten, „auch wenn wir dazu nicht verpflichtet sind“. Jeder andere Mitbewerber könne sich im Netz einmieten. „Wir kommunizieren das offen, aber es hat kaum Rückmeldungen gegeben“, räumte Dietrich ein.

Zudem benötige das Unternehmen ein Mindestmaß an Kunden, die dann Telefonie, Internet und TV beziehen könnten. „Wir brauchen grundsätzlich 40 Prozent der möglichen Kunden“, betonte Dietrich. Alles andere sei unwirtschaftlich. Daher werde man durchaus offensiv um Interessenten werben, zum Beispiel in Informationsveranstaltungen. Innerhalb von 30 Jahren will man dann der Forderung der Investoren nachkommen, finanziell in die Gewinnzone zu kommen. Die Herkunft der Geldgeber sei kein Problem. „Es ist immer noch besser, wenn sich amerikanische Investoren hier betätigen als wenn Telekommunikationsunternehmen Geld in den USA versenken“, leistete sich Arnold einen Seitenhieb auf einen Mitbewerber.

Der Unternehmenssprecher sagte dem Gemeinderat zu, dass dem Rathaus keine Kosten entstehen. Allerdings würden die Eigentumsrechte beim Anbieter liegen. Da es sich um ein Leerrohrnetz handelt, könne das Unternehmen auf technische Entwicklungen schnell reagieren und die Leitungen an sich austauschen. Die Rohre würden in 40 bis 80 Zentimeter Tiefe in die Erde eingebracht. Hans Kürzl

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