Eine Photovoltaikanlage unter blauem Himmel
+
Der Solarpark „Am Kreuzbergfeld“ hat seine nächste Hürde genommen, die Pläne sollen jetzt für die Bürger öffentlich ausgelegt werden.

Auswirkungen auf Landschaftsbild minimiert

Solarpark in Kottgeisering nimmt weitere Hürde

  • vonMax-Joseph Kronenbitter
    schließen

Der Solarpark „Am Kreuzbergfeld“ hat seine nächste Hürde genommen, die Pläne sollen jetzt für die Bürger öffentlich ausgelegt werden.

Kottgeisering – Zuvor hatte der Gemeinderat noch einige Änderungen gegenüber dem Entwurf beschlossen. Allem voran erhielt das Kind einen anderen Namen: „Die ursprüngliche Bezeichnung ‘Am Fuchsberg’ war nicht begründbar“, so Bürgermeister Andreas Folger (Bürgervereinigung). In alten Flurkarten sei der fragliche Bereich zwischen dem westlichen Ortsrand von Kottgeisering und der Bahnlinie eindeutig dem Kreuzbergfeld zuzuordnen.

Aber auch inhaltlich gab es bedeutende Änderungen: Die Ausgleichsfläche soll jetzt am höchsten Punkt unmittelbar an der Bahnlinie situiert werden. „Damit können wir die Auswirkungen auf das Landschaftsbild etwas minimieren“, so Folger weiter. Denn aufgrund der Hanglage werde die Photovoltaik-Freiflächenanlage trotz umgebender Eingrünung sichtbar bleiben. Die Lösung sei ein Kompromiss mit dem Betreiber, der durch die neue Positionierung eine minimale Reduzierung der Leistungsfähigkeit hinnimmt.

Entgegen des Planer-Vorschlages wollten die Gemeinderäte statt der Obstbäume lieber heimische Feldgehölze in der Ausgleichsfläche sehen, weil die robuster seien und eine Obsternte wegen der von PV-Anlage und Bahnlinie umschlossenen Lage sowieso kaum in Frage käme. Reduziert wird auch die Höhe des Trafo-Häuschens, das jetzt nur noch drei Meter über das Gelände ragt. Etwaige Werbeanlagen am Zaun oder Trafohaus sind auf zwei Quadratmeter beschränkt.

Die Planungen an dieser Stelle haben eine lange Vorgeschichte. Schon vor neun Jahren sollte eine PV-Anlage dort entstehen. Damals beugte sich der Grundstücksbesitzer, der auch den benachbarten Aussiedlerhof betreibt, dem erbitterten Widerstand im Dorf.

Vor zwei Jahren sorgten dann die Pläne für einen 1500 Quadratmeter großen Geflügelstall für 5000 Legehennen für Aufregung. Jetzt soll es doch wieder ein Solarpark werden – immerhin erfolgte der Billigungsbeschluss diesmal einstimmig.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare