krisengespräch im landratsamt

Streit um Aussiedlerhof

Der Landwirt eines Aussiedlerhofes an der Dorfstraße westlich des Ortes hatte erneut einen Antrag an den Gemeinderat gestellt. 

Kottgeisering  Er wollte die Verdopplung der Wohneinheiten, mehr Stellplätze, eine Abgrabung und einen Quergiebel. Einiges ist, abweichend von den bisher genehmigten Plänen, bereits gebaut, müsste aber legalisiert werden. Das hat der Gemeinderat abgelehnt.

Vize-Bürgermeister Andreas Folger (BV) erinnerte an ein Krisengespräch im Landratsamt. „Wir hatten vereinbart, dass Konfrontationen künftig vermieden werden, jetzt werden wir wieder vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Regelmäßig erreichen Bau- und Tekturanträge des Landwirts die Räte, die das landwirtschaftliche Unternehmen vor allem wegen der Maßstäblichkeit seiner Bauvorhaben kritisch sehen.

„Haben unsere Einwendungen in der Vergangenheit irgendwelche Konsequenzen gehabt?“, fragte Manfred Ziegler (CSU). „Das Landratsamt sieht das immer anders als wir“, kommentierte Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV). Ob es tatsächlich das Landratsamt ist oder doch eher das Amt für Landwirtschaft, das dem Landwirt stets die Privilegierung seiner Bauvorhaben bestätigt, blieb dabei offen.

Ihre grundsätzliche Ablehnung begründeten die Räte unter anderem damit, dass für das zusätzliche Verkehrsaufkommen der vier Betriebsleiterwohnungen (Oskar Ostermeir (CSU): „Wie viel Leiter hat denn der Betrieb?“), die Erschließung nicht mehr ausreiche. Gleichzeitig wollten sie geprüft haben, ob die Löschwasserversorgung für die erhöhte Brandlast und die Kapazität der Abwasserleitungen ausreiche.

Der Gemeinderat wartet nun, ob diesmal Antworten aus dem Landratsamt kommen – oder wieder nur eine unkommentierte Genehmigung. Aus dem vorangegangenen Bauantrag seien einige Fragen, zum Beispiel die nach der Ableitung des Niederschlagswassers, noch offen. (mjk)

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