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Kottgeisering

Viehtrieb sichert Tempo 30

Kottgeisering – Ein nicht oder kaum mehr vorhandener Viehtrieb sichert eine Tempo 30-Zone. Das war eines der Ergebnisse der Verkehrsschau, die Vertreter von Gemeinde, Polizei und Landratsamt kürzlich im Ort durchgeführt hatten.

„Schwerpunktmäßig haben wir uns die Ammerseestraße vorgenommen“, berichtete Bürgermeisterin Sandra Meissner (Bürgervereinigung/BV) im Gemeinderat. Während die Beschilderung der zum Dorfplatz verlegten Schulbushaltestelle ausreichend sei, gebe es Nachrüstbedarf am Zebrastreifen. Hier sollen neue, beidseitig reflektierende Verkehrsschilder die Verkehrtsteilnehmer einbremsen.

Für eine generelle Absenkung der Geschwindigkeit auf der Kreisstraße auf Tempo 30 gebe es keine Rechtsgrundlage. „In der Kurve vor der Kirche sind die 30 km/h nur gerechtfertigt, weil noch Viehtrieb stattfinden soll“, berichtete Meissner. Ihr Stellvertreter Andreas Folger (BV) empfahl, die Frage, ob noch Rindviecher die Straße queren, großzügig auszulegen, weil der Abzweig zum Kindergarten nicht weit sei. Eigentlich findet an dieser Stelle kein Viehtrieb mehr statt oder höchstens zweimal im Jahr – zu selten für dauerhaftes Tempo 30. Doch Polizei und Gemeinde drücken ein Auge zu – zum Schutz der Kinder.

Eine Geschwindigkeitsmessung der Polizei am Ende der Kurve vor dem Rathaus hatte ergeben, dass auch tatsächlich nicht schneller gefahren werde. Abgeraten hatten die Verkehrsexperten von einer Markierung der Fahrbahnmitte. Auch von der Verlegung der kleinen Verkehrsinsel in Höhe der Straße Zur Grotte weiter Richtung Ortsausgang hatte die Polizei abgeraten, weil Autofahrer nur unwesentlich gebremst werden.

„LKW müssen zwar sehr langsam fahren, aber nach Passieren der Insel sorgen sie durch erneutes Beschleunigen für erheblichen Krach“, meinte Maria Klotz (BV). Im Übrigen würde sich der Landkreis an den Kosten für eine Verlegung sicher nicht beteiligen. (mjk)

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