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Die Idee wird weiter verfolgt

Waldkindergarten bleibt eine Option

Kottgeisering will die Errichtung eines Waldkindergartens weiter verfolgen. Dabei war das Projekt bei einer Umfrage unter Eltern auf wenig Resonanz gestoßen.

Kottgeisering Bürgermeisterin Sandra Meissner hatte das Vorhaben auf die Tagesordnung im Gemeinderat gesetzt. „Bei den derzeitigen Geburtszahlen ist nicht davon auszugehen, dass diese Einrichtung je eine Vollauslastung erreichen wird.“ Auch wenn alle Plätze belegt seien, spricht die Verwaltung noch nicht von einer Vollauslastung. Schon jetzt wären aber für das im September beginnende neue Kindergartenjahr noch vier Plätze im Kindergarten und ein Platz in der Krippe frei. „Damit haben wir auch Flexibilität für etwaige Zuzüge während des Jahres“, erklärte Meissner.

Auch die Buchungszeiten hätten noch viel Luft nach oben. Durch fehlende Auslastung entstehende Mehrkosten sind an den Träger zu erstatten. „Ein Waldkindergarten ist immer defizitär“, stellten Gerald Kubik und Christian Strohmeier fest. Sie vertreten als pädagogische und kaufmännische Leiter den Betreiber des „normalen“ Kinderhauses. Zusätzlich zu den laufenden und investiven Kosten seien im Gemeindehaushalt dann noch bis zu 30 000 Euro Defizit zu berücksichtigen – obwohl die Waldkindergarten-Eltern schon mehr berappen müssten als für die normale Einrichtung. Ein Vorteil für die Gemeinde sei es aber, dass die Eröffnung wohl innerhalb eines Jahres erfolgen könne und der Haushalt für den Moment weit weniger belastet werde als durch den Bau eines neuen Kindergartens. Der steht aber ohnehin nicht zur Diskussion. „Nach ungefähr zehn Jahren haben sich die Kosten dann aber egalisiert“, schätzt Strohmeier.

Kindergartenreferentin Kirstin Korthländer (CSU) sprach sich für ein Festhalten am Projekt Waldkindergarten aus: Wegen Überbelegung des Kinderhauses mussten in der Vergangenheit Eltern abgewiesen werden und ihre Kinder nach Eching gebracht werden. „Das ist für das soziale Gefüge im Ort nicht gut.“ Dem pflichteten Willi Huß (BV) und Beate Schamberger (FW) bei. Nicht zuletzt deswegen, weil derzeitige Kinderzahlen nur Momentaufnahmen seien. Richtig sei, dass momentan keine neuen Wohngebiete in Aussicht seien. Aber steigende Bauvoranfragen könnten das Bild auch schnell ändern.

Kubik und Strohmeier gaben zu bedenken, dass ein Waldkindergarten auch überörtlich interessant sein und damit die Auslastung steigern könnte. Zunächst muss aber ein geeignetes Grundstück gefunden werden. Erst dann können erste Planungsschritte unternommen werden. Völlig offen ist derzeit, ob es als Quartier einen Bauwagen, Container oder eine Blockhütte geben soll. Immerhin gibt es die notwendige Ausweichoption für extreme Wetterbedingungen schon: Das ehemalige Jugendhaus südlich des Rathauses, wo schon mal eine Kindergruppe untergebracht war. Ziel sei es, bis September 2019 Betriebsbereitschaft herzustellen. (mjk)

Minus in der Bilanz

Rund 50 000 Euro Defizit stehen im Jahr 2017 – wie in etwa schon in den Vorjahren – in der Bilanz des Kinderhaus-Trägers. Geringe Gebühren von den Eltern und vor allem relativ geringe Buchungszeiten von durchschnittlich fünf Stunden täglich seien nach Aussage der Verwaltung Grund für das Defizit. Durch eine vertraglich festgelegte Deckelung der Defizit-Kompensation durch die Gemeinde in Höhe von 20 000 Euro bleibt der Träger „FortSchritt“ nominal auf 30 000 Euro Minus sitzen. Zwar könne der Betrag durch die bisher nicht erfolgte Weiterleitung der Bundesmittel verringert werden. Aber für den Träger ist das in den folgenden Jahren nicht hinnehmbar. „Wir haben an die Gemeinde den Antrag gestellt, die Kompensation unseres Defizits deutlich zu erhöhen“, erklärte der Finanzchef von „FortSchritt“, Christian Strohmeier. Darüber wollten die Räte in nichtöffentlicher Sitzung beraten

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