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Für Wasser müssen die Kottgeiseringer bald tiefer in die Tasche greifen.

Gemeinderat entscheidet

Kottgeisering: Wasser wird ab sofort teurer

Kottgeisering – Der Wasserpreis steigt rückwirkend zum Januar von 1,07 Euro auf 2,17 Euro. Damit blieben die Gemeinderäte 80 Cent unter dem Maximalpreis, der Ende des vergangenen Jahres per Vorratsbeschluss festgelegt worden war. Ab 2017 steigt zudem die Zählergrundgebühr auf mehr als das Fünffache des derzeitigen Preises.

Die genaue Festlegung wurde jetzt möglich, weil die endgültige Gebührenkalkulation für die Wasserversorgung abgeschlossen wurde. Demnach schließen die Jahre 2014 und 2015 mit einem Defizit von rund 106 000 Euro ab, das sich durch den Überschuss aus 2013 nur unwesentlich reduzieren lässt. Gleichzeitig muss in den nächsten Jahren dringend das Rohrleitungsnetz saniert und zudem überprüft werden, ob in allen Gemeindeteilen die Löschwasserversorgung noch sichergestellt ist.

Gegen den Anstieg des Wasserpreises regte sich Protest von vier Landwirten mit hohem Tierbestand. Sie forderten eine Aussetzung der Erhöhung für den betrieblichen Anteil. Den Großverbraucher kommt die Regelung, bei der mehr Geld über die Grundgebühr als über den tatsächlichen Verbrauch erwirtschaftet wird, sehr gelegen. Geringverbraucher müssen dadurch aber deutlich höhere Kosten schultern.

"Absolute Gerechtigkeit ist nicht erreichbar."

„Bei einem Verbrauch von 100 Kubikmeter jährlich hält es sich ziemlich die Waage, ob man über die höhere Grundgebühr oder den maximalen Wasserpreis abrechnet“, stellte Oskar Ostermeir (CSU) fest. Patra Mulitze sprach von einer Wippe, bei der Wasserpreis und Grundpreis in unmittelbarer Abhängigkeit stehen. „Eine absolute Gerechtigkeit ist hier nicht erreichbar, es ist eine Lösung für drei Jahre in einer Extremsituation“, kommentierte Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) die intensiven Abstimmungen mit Kämmerin Jasmin Hofmann.

Mit zwei Gegenstimmen wurde die Gebühr für einen Fünf-Kubikmeter-Zähler, die im Januar um 50 Prozent auf 18,41 Euro erhöht wurde, ab 2017 auf 101,76 Euro festgelegt. Für einen Zehn-Kubikmeter-Zähler sind künftig 203,52 Euro zu zahlen. Abzuwarten bleibt, ob das jetzt zu erwartende Wassersparen die Kalkulation wieder über den Haufen wirft. 

mjk

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