Krähen-Schreck soll Öko-Mais sichern

Germering - Vermeintliche Schüsse aus dem Maisfeld westlich des Gnadenhofs am Gut Streiflach sorgen seit Wochen für Ärger bei Hundebesitzern aber auch Anrainern in Harthaus.

Von morgens um 5.30 Uhr bis zum Abend werden Vierbeiner und Menschen durch regelmäßige laute Knalle erschreckt. Bei der Polizei und bei der Stadt gingen etliche Beschwerdeanrufe ein.

Des Rätsels Lösung: Die Landeshauptstadt München bewirtschaftet das Maisfeld nach ökologischen Richtlinien. Und weil Öko-Mais einen fast schon zucker-süßen Keimling hat, ist er in akuter Gefahr, von Krähen gefressen zu werden. Verwalter Anton Wiesböck, er ist zuständig für die Münchner Güter Delling, Buchhof und Beigarten, sah deswegen keine andere Möglichkeit, als den Mais durch spezielle Krähen-Schreckanlagen zu schützen. Er beantragte bei der Polizei eine Genehmigung, bis zum 28. Mai. Danach, so sein Kalkül, ist der Mais groß genug, um für die Rabenvögel nicht mehr interessant zu sein.

Dem war nicht so: Bei einer Kontrollfahrt am Dienstag 29. Mai, habe er rund 80 Krähen im Feld gezählt. Er löste einen Schuss aus, vertrieb die Vögel und entschloss: Die Schreckschüsse müssen noch einige Tage weiter gehen. Allerdings deutlich reduziert, so Wiesböck: Er stellte die Anlage so um, dass sie alle 45 Minuten einmal losgeht.

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