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Appell des Landrats, sich impfen zu lassen

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Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Impfungen stockt das Landratsamt Fürstenfeldbruck die Impf-Kapazitäten auf.
Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Impfungen stockt das Landratsamt Fürstenfeldbruck die Impf-Kapazitäten auf. © Symbolbild: PantherMedia / MilanMarkovic78 (YAYMicro)

Landkreis Fürstenfeldbruck – Die Übernahme des Impfzentrums durch das Landratsamt in kürzester Zeit ist geglückt. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Impfungen stockt das Landratsamt die Impf-Kapazitäten auf. Landrat Thomas Karmasin appelliert an diejenigen, die noch geimpft werden können, sich jetzt schnell impfen zu lassen.

Bereits in der vergangenen Woche wurde im stationären Impfzentrum Fürstenfeldbruck die doppelte Anzahl an Impfungen verabreicht als ursprünglich geplant. Es wurden rund 1.800 Dosen verimpft. Das Landratsamt reagiert auf diese stark steigende Nachfrage und wird die Kapazitäten weiter so schnell wie möglich ausweiten, zunächst auf bis zu 4.000 Im-

pfungen pro Woche stationär zuzüglich mobiler Impfungen. Damit befriedigt das Landratsamt einen Bedarf, der offenbar von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis nicht mehr bewältigt werden kann.

Vorausgesetzt, das dafür nötige Personal wird gefunden. Die derzeit etwa 45 Mitarbeiter (mit verschiedenen Zeitmodellen) starke Belegschaft müsste dazu auf etwa 100 anwachsen. Für die Aufstockung wird weiter Personal, insbesondere auch für den Verwaltungsbereich, gesucht. Interessenten können sich unter impfzentrum@lra-ffb.de melden.

Den Pflegeheimen machte das Impfzentrum bereits Mitte September und erneut Anfang November das Angebot der mobilen Booster-Impfung. Es wurde von fast allen Heimen zurückgemeldet, dass die Hausärzte dies übernehmen.

Zweitimpfungsquote bei 60,2 Prozent

Die Quote derer, die sich im Landkreis zum zweiten Mal haben impfen lassen, liegt Stand 14. November bei 60,2 Prozent, das sind rund 132.000 Personen (ausgehend von einem Bevölkerungsstand von 219.077). Von diesen wurden 57.144 in den Arztpraxen des Landkreises zweitgeimpft.

Diese Zahlen geben allerdings nicht die gesamte Anzahl der Landkreisbürger wieder, die bereits zweimal geimpft sind. Ein Teil der Bürger hat sich außerhalb des Landkreises impfen lassen. Man kann also nur sagen, dass es derzeit möglicherweise bis zu 87.000 ungeimpfte Menschen im Landkreis gibt. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Zieht man davon die unter Zwölfjährigen – das sind etwa 20.000 (Stand 31. Dezember 2020) – ab, so könnten noch bis zu 67.000 Menschen im Landkreis eine Impfung erhalten, haben sich aber noch nicht impfen lassen.

Aussagekräftig ist dagegen die Zahl für die Bundesländer und den Bund. Stand 15. November beträgt die Impfquote für Bayern 67,4 Prozent. (Quelle: RKI Impfquotenmonitoring auf GitHub)

Erhöhtes Risiko für Ungeimpfte

Ungeimpfte Personen haben ein erheblich höheres Risiko, in einem Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Bayern werden pro 100.000 Einwohner 12,8 ungeimpfte Personen eingewiesen, während der Wert bei Geimpften bei knapp einem Fünftel davon liegt, nämlich bei 2,5 Personen pro 100.000 Einwohner (7-Tage Hospitalisierungs-Inzidenz für die Gruppe der Ungeimpften oder der Geimpften). Die Krankenhäuser sind jetzt schon überlastet, die Intensivstationen sind bereits voll.

Thomas Karmasin appelliert daher: „Die Lage in den Krankenhäusern ist besorgniserregend. Ich rufe alle, die noch geimpft werden können, dazu auf: Lassen Sie sich impfen. Impfen ist keine Privatsache, sondern wichtig für uns alle, insbesondere aber für diejenigen, die auf eine medizinische Intensivversorgung angewiesen sind.“

Für spezielle Fragen und zur Beratung stehen im Impfzentrum Fürstenfeldbruck Ärzte verschiedener Fachrichtungen bereit. Wer sich im Impfzentrum impfen lassen will, braucht einen Termin und muss sich hier registrieren lassen.

red

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