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B2-Konflikt entschärft

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Auf Initiative der CSU trafen sich das staatliche Straßenbauamt und weitere Fachleute, um Nachteile der Schutzbeplankung zu diskutieren
Beim Ortstermin (von links): Hans Jörg Oelschlegel (Leiter Straßenbauamt), Adi Stumper (ADFC), Stadtrat Markus Britzelmair, Christian Gerhard (Landratsamt), Stadtrat Andreas Lohde, Thomas Jakob (Straßenbauamt), Oliver Erhard (Polizei) und Birgit Thron (Stadtverwaltung). © Privat

Landkreis Fürstenfeldbruck – Die neuen Leitplanken an der B2 zwischen Puch und Mammandorf hatten für teils heftige Kritik gesorgt. Die CSU-Stadträte Andreas Lohde und Markus Britzelmair hatten daraufhin bereits einen Ortstermin mit Landwirten, Vertretern des Staatlichen Versuchsguts und des ADFC.

Das Problem: Die neu gesetzten Leitplanken sperren an mehreren Stellen vormals genutzte und weiter benötigte Querungsmöglichkeiten. Dies führt zum Beispiel zu der Situation, dass Kunden der Gärtnerei Henniger nicht mehr vom Fahrradweg über die B2 zügig zur Gärtnerei wechseln können, sondern mit ihrem Fahrrad auf der Bundesstraße fahren müssen, um die Gärtnerei zu erreichen. Für Lohde ein unhaltbarer Zustand: „Da das Straßenbauamt auf eine erste Anfrage unsererseits Ende Mai kein Willen erkennen ließ, hier nachzubessern, haben wir uns mit unseren Anliegen an unseren Stimmkreisabgeordneten Alex Dorow gewendet und ihn gebeten einen Ortstermin zu organisieren.“

Dorow lud die Mitarbeiter des Straßenbauamt, Vertreter der Polizei, der Stadtverwaltung und des Landratsamtes, Adi Stumper vom ADFC, den Leiter des Staatlichen Versuchsguts sowie die Pucher Stadträte Lohde und den Biolandwirt Markus Britzelmair zur Besprechung an die B2.

„Es ist immer besser, wenn man sich die Konfliktlage vor Ort mit allen Beteiligten ansehen kann“, argumentiert Dorow. Einen Rückbau der Leitplanken lehnte das Straßenbauamt mit Verweis auf das Projekt „Vision Zero“ ab. „Das Projekt hat das Ziel, Nutzer von Bundesstraßen vor gefährlichen Hindernissen zu schützen und die Leitplanken würden eine Kollision mit den Alleebäumen verhindern“, erklärt der Leiter des staatlichen Bauamtes, Hans-Jörg Oelschlegel. Aber die Inaugenscheinnahme der örtlichen Gegebenheiten und Erklärungen der Stadträte, der Radfahrer sowie der Landwirte konnten die Verantwortlichen des Straßenbauamtes davon überzeugen, dass auf Höhe der Gärtnerei und an zwei Feldwegen die Leitplanken geöffnet werden, damit ein zügiges Queren wieder möglich wird. Zusätzlich wird die Stadt Schilder aufstellen, die auf die Querungen hinweisen. Ob dann noch ein Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 Stundenkilometern nötig und möglich ist, werden Stadtverwaltung und Polizei klären. Für den Brucker Fraktionsvorsitzenden Lohde und Dorow, MdL, eine gute Lösung und eine Verbesserung der Situation.

Auf die Frage, warum die Nachbesserung nun so schnell beschlossen wurde, antwortet Britzelmair: „Wir mussten nicht über den Stadtrat gehen, sondern konnten auf unseren Kanälen mit unserem Fraktionsvorsitzenden und unserem Abgeordneten zügig handeln.“

red

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