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»Mittagsküche vor der Kirche« feierte in Fürstenfeldbruck 1. Geburtstag

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Von: Miriam Kohr

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Diakon Martin Stangl, Gemeindecaritas-Mitarbeiterinnen Ursula Diewald und Dagmar Holmer sowie Leiterin des Brucker Fensters der Caritas, Sabine Kautt, feiern ein Jahr „Mittagsküche vor Kirche“.
Diakon Martin Stangl, Gemeindecaritas-Mitarbeiterinnen Ursula Diewald und Dagmar Holmer sowie Leiterin des Brucker Fensters der Caritas, Sabine Kautt, feiern ein Jahr „Mittagsküche vor Kirche“. © Caritas FFB

Fürstenfeldbruck - Kirche und Caritas blicken zurück auf erstes Jahr des Essensprojekts für bedürftige Mitbürger.

Am 30. Oktober 2020 teilten Haupt- und Ehrenamtliche des Pfarrverbandes Fürstenfeld und des Caritas-Zentrums vor der Kirche St. Magdalena in Fürstenfeldbruck die erste von inzwischen mehr 1.350 Suppen aus. Zum einjährigen Geburtstag von „Mittagsküche vor der Kirche“ schauen die Verantwortlichen auf 52 Ausgaben, einer großen Weihnachtsaktion, die Beteiligung der „Lebensmittelretter Fürstenfeldbruck IG“, die Eröffnung eines zweiten Standorts und das unermüdliche Engagement von 16 freiwilligen Helfer zurück.

Eine unsichtbare Not

Zwei Tage vor dem sogenannten zweiten großen Lockdown stand noch nicht fest, ob ein kostenloses Mittagessen ohne Ausweispflicht auf genügend Nachfrage stoßen würde. Die Initiatoren waren aber überzeugt: Es gibt in der Stadt eine unsichtbare Not. Ein Blick auf die Altersstatistik und die Gespräche vor Ort geben ihnen Recht. Unter denen, die das Angebot wahrnehmen, sind Erwachsene aller Altersgruppen. Die überwiegende Mehrzahl sind Senior/-innen, für die die kostenlose Suppe und die geretteten Lebensmittel eine Unterstützung in einem von Knappheit geprägten Alltag sind: knappe Renten, zum Teil beeinträchtigte Gesundheit, und in der Pandemie auch ein Mangel an zwischenmenschlichem Kontakt. Diese Erfahrung beflügelten den Entschluss, Mitte April an der Kirche St. Bernhard einen zweiten Stand aufzumachen, der sich inzwischen ebenfalls mit einem festen Stamm an Besucher/-innen etabliert hat.

Erfolg einer Kooperation

Diakon Martin Stangl, Gemeindecaritas-Mitarbeiterinnen Ursula Diewald und Dagmar Holmer sowie Leiterin der Beschäftigungsbetriebe B.I.Q. im Brucker Fenster der Caritas, Sabine Kautt, sind dankbar für den Erfolg ihrer Kooperation. Er sei dem Engagement der Freiwilligen am Stand, der vielen Beteiligten im „hofcafé“ des Brucker Fensters sowie der Mithilfe der Mitarbeiter in den beiden Pfarreien zu verdanken. Die Verantwortlichen möchten zu diesem Zeitpunkt insbesondere der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung für die Anschubfinanzierung danken, ohne die das Projekt nicht durchführbar gewesen wäre.

Nach 2021 auf Spenden angewiesen

Diese Finanzierung läuft zum Jahresende 2021 aus, danach muss sich das Projekt durch Spenden tragen. Das Team ist guter Dinge, denn man habe gleich zu Beginn gemerkt, dass die Menschen in der Region dem Projekt mit großem Wohlwollen begegnen. Dazu Ursula Diewald: „Das hat uns sehr bewegt und Mut gemacht, das Projekt über 2021 hinaus weiterzuführen. Wir hoffen natürlich, dass die Solidarität mit bedürftigen Menschen weiterhin durch eine finanzielle Unterstützung dieses niederschwelligen Angebots zum Ausdruck gebracht wird. Allen bisherigen Spender sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott!“

Die Ausgabe

Die Ausgabe findet statt jeden Freitag von 11.30 bis 12 Uhr. Weitere Informationen auf: www.caritas-nah-am-naechsten.de/caritas-zentrum-fuerstenfeldbruck/cont/38598.
red

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