263 Azubis starteten in einem Handwerksbetrieb im Landkreis Fürstenfeldbruck in das am 1. September begonnene Lehrjahr.
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263 Azubis starteten in einem Handwerksbetrieb im Landkreis Fürstenfeldbruck in das am 1. September begonnene Lehrjahr.

Viele Azubi-Stellen unbesetzt

Handwerkskammer und IHK berichten vom Ausbildungsjahr-Start

Fürstenfeldbruck – 263 Azubis starteten in einem Handwerksbetrieb im Landkreis Fürstenfeldbruck in das am 1. September begonnene Lehrjahr. Voriges Jahr wurden von der Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 251 neue Ausbildungsverträge registriert.

Das Handwerk in der Region bleibt ein wichtiger Ausbilder: 2020 lag der Anteil der Auszubildenden, die einen Handwerksberuf erlernen, bei 41 Prozent.

„Unsere Handwerksbetriebe bieten allen interessierten jungen Leuten eine Perspektive in einem der rund 130 Ausbildungsberufe. Wir freuen uns, dass wieder viele Lehrlinge mit dem Handwerk ins Berufsleben starten“, betont Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer. „Der qualifizierte Nachwuchs sichert mittel- und langfristig den Fortbestand der Betriebe und damit die wirtschaftliche Vielfalt in der Region. Gut ausgebildete Handwerker werden bei der Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie dem Klimaschutz, eine wichtige Rolle spielen“, ergänzt Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. Das von der Bundesregierung verbesserte Programm „Ausbildungsplätze sichern“ schaffe zusätzliche Anreize, Lehrstellen zu schaffen, so Peteranderl weiter.

Nach einem Jahr nahezu ohne Ausbildungsmessen und Veranstaltungen zur Berufsorientierung ist die individuelle Beratung junger Menschen wichtiger denn je. Die Handwerkskammer sowie Innungen und Fachverbände stehen Schülern und Eltern beratend zur Seite.

Höfelsauer und Peteranderl erwarten gerade in diesem Jahr eine starke Nachvermittlung im Herbst: „Lehrverträge können auch noch weit nach dem Beginn des Ausbildungsjahres geschlossen werden“, sichern beide zu.

Der Kammerpräsident fasst zusammen: „Eine abgeschlossene Ausbildung im Handwerk legt den Grundstein für weitere Karriereschritte bis hin zum Bachelor Professional oder Master Professional. Man kann sich früh selbstständig machen oder mit einer Lehre und anschließender Berufspraxis oder der Meisterprüfung ein Studium beginnen.“ Die meisten Ausbildungsverträge im Handwerk wurden im Landkreis Fürstenfeldbruck in diesem Jahr bislang in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker und Anlagenmechaniker SHK geschlossen.

IHK meldet 300 Azubis

Die IHK teilt mit: „300 Jugendliche starten ihre Ausbildung in IHK-Berufen.“ Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres gibt es bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein Minus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt. „Der Corona-Dämpfer vom Vorjahr ist auch in diesem Ausbildungsjahr leicht zu spüren. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels setzen unsere Betriebe mehr denn je darauf, selbst ihren Nachwuchs auszubilden. Die Ausbildungsbereitschaft ist riesig und ungebrochen“, sagt Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck. „Das größte Problem für viele Betriebe ist nach wie vor der Mangel an Bewerbern.“ Unterm Strich ist im Landkreis die Zahl der Bewerber um eine Ausbildung im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent zurückgegangen, so die Daten der Arbeitsagentur. Diese Angaben beziehen sich auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, nicht nur den Bereich der IHK. „Unversorgte und unentschlossene Schulabgänger haben auch jetzt noch alle Chancen, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden“, motiviert Steinbauer. Noch freie Stellen für dieses Ausbildungsjahr gibt es auf www.ihk-lehrstellenboerse.de.

red

Quelle: Kreisbote

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