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Hilfe aus Unterschweinbach für ukrainischen Flüchtlinge in Moldawien

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Von: Dieter Metzler

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Nicht nur in Polen oder Deutschland kommen viele Flüchtlinge aus der Ukraine an, auch in Moldawien suchen viele Zuflucht.
Nicht nur in Polen oder Deutschland kommen viele Flüchtlinge aus der Ukraine an, auch in Moldawien suchen viele Zuflucht. © Privat

Unterschweinbach – Der Landkreis kennt Ursula Reisch durch ihre Hilfsorganisation „Land ohne Eltern“. Seit drei Jahren ist die 45-jährige Unterschweinbacherin mit ihrer eigenen gemeinnützigen Hilfsorganisation regelmäßig in Moldawien und schafft Hilfsgüter für soziale Einrichtungen sowie Kranken- und Waisenhäuser in eines der ärmsten Länder Europas.

Nach Putins Überfall auf die Ukraine flüchteten viele Menschen ins benachbarte Moldawien, das zur Ukraine eine 1222 Kilometer lange gemeinsame Grenze hat. Nach einem Online-Meeting mit Constantin Padure, einem moldawischen Regierungsvertreter und Pavel Curcovici, einem engen Vertrauten von Reisch, sind in den ersten Tagen 118.000 Ukrainer mit ihren Familien geflüchtet, darunter rund 30.000 Kinder.

Weiter erfuhr die Unterschweinbacherin, dass die meisten Flüchtlinge in Grenznähe bleiben, in der Hoffnung bald wieder in ihrer Häuser zurückkehren zu können. Die meisten sind mit dem Auto gekommen. Die Hilfsbereitschaft der Moldauer sei beeindruckend, schildert Reisch. Die Flüchtlinge werden teilweise privat untergebracht oder in kostenfrei zur Verfügung gestellten Hotels und gut organisierten kleineren Zeltlagern versorgt. Restaurants bieten kostenlose Mahlzeiten an.

Da man in Moldawien damit rechne, dass der Krieg nicht so schnell beendet sein wird, werden mit der nächsten Welle Flüchtlinge kommen, die zu Fuß sind und eine ganz andere Unterstützung benötigen werden, glaubt Reisch. Wer die Powerfrau aus Unterschweinbach kennt, der weiß, dass die Geschäftsführerin ihrer eigenen Hilfsorganisation „Land ohne Eltern“ ihre ins Herz geschlossenen Freunde in Moldawien in dieser schweren Zeit auf ihre Weise unterstützen wird. Und so organisiert sie einen weiteren Hilfstransport und bittet die Bevölkerung um Unterstützung.

Liste an benötigten Hilfsmitteln

Zur Ausstattung der Unterkünfte sind saubere Gebrauchtwaren willkommen, Taschenlampen, Wasserkocher, Wasserspender, Schlafsäcke, Krücken, Gehstöcke, Rollstühle und Office-Scan-Drucksysteme. Aus Hygienegründen können nur neu und originalverpackte Seifen, Zahnbürsten und –pasten, Cremes, Windeln, Monatshygiene-Artikel, Inkontinenzprodukte, Handschuhe, Verbandsmaterial, Masken und Batterien angenommen werden.

Bis zum 23. März möchte Reisch einen großen Lkw mit Hilfsgütern auf die Reise schicken. „Helfen kostet Geld“, sagt sie und ist deshalb auch froh über jede finanzielle Unterstützung (IBAN: DE07430609671021969800, GENODEM1GLS oder via https://paypal.me/Landohne Elternspenden@land-ohne-eltern.de), denn der Transport soll durch eine beauftragte Spedition durchgeführt werden. Da Reisch über ein großes Netzwerk verfügt, hat sie bereits 50 Partner kontaktiert, die Lager als Sammelstelle für die Hilfsgüter bereitstellen. Abgegeben werden können aber auch die Sachgegenstände täglich von 7 bis 20 Uhr in der Bürgermeister-Langwieder-Straße 9 in Egenhofen oder bei einer der Sammelstellen im Münchner Großraum (Details gibt’s auf der Homepage von Land-ohne-Eltern). Reisch freut sich über jede Kontaktaufnahme, auch über WhatsApp (0171/1772723).

Metzler

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