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Voller Erfolg: Kleiderflohmarkt in der Tenne hilft Ukraine-Flüchtlinge

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Von: Julia Huß

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Fürstenfeldbruck – Mithilfe eines Flohmarkts wurden vergangenen Sonntag Spenden gesammelt, um Menschen aus der Ukraine mit notwendigen Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Freiwillige waren unermüdlich im Einsatz für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts. Am Ende kamen etwa 21.000 Euro zusammen.

Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun.
1 / 18Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun. © Huß
Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun.
2 / 18Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun. © Huß
Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun.
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Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun.
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Mit ihrem Einkauf in der Tenne konnten die Besucher gleichzeitig etwas Gutes tun.
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Auf der linken und rechten Seite des Obergeschosses der Tenne stehen Tische, alle sind voll. Voll mit kurzen und langen Hosen, dicken Pullovern, warmen Jacken und Mänteln, aber auch Wanderstiefeln oder Rucksäcken – ordentlich gefaltet und sortiert. Auch die Tüten der umherstreifenden Menschen sind meist prall gefüllt. Am Anfang und am Ende des Flohmarkts sind die Kassen aufgestellt. Doch dort wird nicht etwa gefeilscht und gehandelt. Ganz im Gegenteil, das Geld wird schnell gezückt, bezahlen darf jeder, was er meint, dass seine Fundstücke wert sind und dann wird vor allem eins: Sich bedankt. Die Flohmarktbesucher bedanken sich bei den vielen unermüdlich arbeitenden Helfern. Umgekehrt freuen sich die Helfer über jeden Kunden, jede gekaufte Hose, jedes nette Wort und jede Spende. Denn am vergangenen Sonntag ging es nicht darum, ein schnelles Schnäppchen zu ergattern, vielmehr ging es darum, eine Hilfsaktion zu unterstützen, füreinander da zu sein und trotz der bedrückenden Lage ein wenig Hoffnung zu schenken.

Angefangen hat alles am 26. Februar. Spontan haben Stadtrat und „Klubhouse“-Betreiber Florian Weber und Moritz Hickethier vom „Unterhaus“ eine private Hilfsaktion auf die Beine gestellt, um Menschen aus der Ukraine mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten zu unterstützen. Dann ging alles Schlag auf Schlag.

Meterhohe Türme aus Umzugskartons

Aus der anfangs privaten Hilfsaktion und einem geplanten Transporter wurden schnell mehrere Autos und zahlreiche Spenden. Seit vergangenen Dienstag mussten die Initiatoren aus Platzgründen in die Tenne umziehen. Da vor allem die Kleiderspenden im Laufe der Woche überhandnahmen, kam die Idee auf, einen Flohmarkt zu veranstalten. Das Geld soll für medizinisches Material und Medikamente verwendet werden. Während sich Weber und Hickethier weiterhin um Sortierung der Spenden kümmern, hat der Verein Subkultur die Planung des Flohmarkts übernommen. Seit Mittwoch sortierten die Mitglieder des Vereins und zahlreiche Helfer die eingegangenen Kleiderspenden. Meterhohe Türme aus Umzugskartons mussten geleert, gesichtet und geordnet werden. Keine leichte und dennoch für die meisten Freiwilligen eine Herzensaufgabe. „Das ist, was jetzt zu tun ist. Man hilft eben, wo man helfen kann“, erklärt Subkulturmitglied Carl die enorme Bereitschaft aller.

Auch nach der Aktion werden die Tische weiterhin befüllt. Flüchtlinge, die nach Fürstenfeldbruck kommen, haben dann die Möglichkeit, sich hier Kleidung, Rucksäcke oder das eine oder andere Spielzeug für die Kleinsten auszusuchen.

Höchstgebote

Zusätzlich erwartete die Besucher noch ein kleines Highlight: eine Koffer-Versteigerung. Von den Freiwilligen befüllte Taschen, Handgepäcks- oder Hartschalenkoffer werden an den Meistbietenden versteigert. Doch es gibt einen kleinen Haken: Die Bieter wissen vorher nicht, was sich im Inneren der Gepäckstücke verbirgt. Auktionator Tim Niklas und Katharina Williams, Vorsitzende des Vereins Subkultur und Mitorganisatorin des Flohmarkts, versuchen das Publikum mit ihrem charmanten Verkaufsgeschick zu Höchstgeboten zu bringen. Und am Ende heißt es dann für alle Koffer zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten, verkauft. Trotz der lockeren Sprüche und der guten Stimmung, schlägt der Hobby-Auktionator auch ernstere Töne an. „Es muss ein Dank ausgesprochen werden an alle die, die hier viele Arbeitsstunden umsonst geleistet haben. Ich finde es schön zu wissen, dass ich in einer Stadt lebe, in der eine so große Solidarität herrscht. Und heute geht es nicht darum, einen vollen Koffer zu ersteigern, sondern dass Leute wo anders ein warmes Essen bekommen.“

Große Dankbarkeit

Und diese Hilfsbereitschaft der Brucker reißt auch an diesem Sonntag nicht ab, denn viele haben sich extra Zeit genommen. „Mir bedeutet es unheimlich viel, heute hier zu sein,“ erklärt Helferin Sonja während sie einige Oberteile ordentlich faltet und auf einen großen Stapel türmt. Sie und ihr Mann Peter freuen sich, einen Teil beitragen zu können und sind guter Dinge, dass die Aktion erfolgreich sein wird. „Die Atmosphäre ist gigantisch, alle sind froh, helfen zu können,“ freut sich das Ehepaar. Auch an der Kasse, ein ähnliches Bild. Eine junge Frau ist fündig geworden, ein paar Kleidungsstücke sollen es sein. Nachdem sie ihre Spenden abgegeben hat, bedankt sie sich von Herzen beim Kassierer. „Danke, dass ihr das organisiert habt,“ sagt sie freudig. Helfer Dirk schließt die Kasse und antwortet, „wir bedanken uns, dass Sie heute hier waren“. Die Herzlichkeit, der gegenseitige Respekt und vor allem die Dankbarkeit sind in jeder Ecke der Tenne an diesem Tag spürbar, fast schon greifbar.

Julia Huß

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