Die Außenansicht der neuen Traglufthalle.
+
Die Außenansicht der neuen Traglufthalle.

Neues Schmuckstück für Tennis-Club

Neue Traglufthalle des TC Kreuzlinger Forst ermöglicht Spielbetrieb im Winter

  • VonHans Kürzl
    schließen

Germering – „Das UFO ist gelandet.“ Was Jürgen Niehus als Mitglied des Projektteams emotional bis plakativ ausdrückt, ist nicht zu übersehen – und zudem ein Zeichen, dass sich der Tennis-Club Kreuzlinger Forst in die Zukunft orientiert. Die neue Traglufthalle einschließlich den beiden markant angebrachten Vereinslogos ist offiziell eröffnet. Der Bau macht den Spielbetrieb auch im Winter flexibler.

So können die knapp 500 Tennisbegeisterten nun in den kalten Monaten ebenfalls ohne Unterbrechung trainieren. Wichtig, weil der TC trotz Corona-Pandemie an Mitgliedern zugenommen hat. „Etwa 100“, gibt der Vorsitzende Dominik Hirsch an. Das jüngste Mitglied sei derzeit drei Jahre alt, das älteste 82. Was bei Oberbürgermeister Haas ebenfalls Anerkennung auslöste. „Das ist in diesen Zeiten durchaus überraschend“, stellte das Stadtoberhaupt fest.

Profitieren wird von der Traglufthalle aber nicht nur die Tennisgemeinde des TC Kreuzlinger Feld. Über 160 Kinder und Jugendliche im Alter ab drei Jahren nehmen am Tennistraining sowie der Ballschule des Vereins teil. Auch in den Herbstferien wird wieder ein Camp angeboten. An einigen, weniger frequentierten, Wochenenden wird die neue Spiel- und Trainingsstätte für Turniere und Spiele der Winterpunktspielrunde des Tennisverbandes genutzt. So wird der TC zum Beispiel zukünftig eines der größten Jugendturniere Bayerns im Winter zusammen mit den Nachbarn TC Eichenau und TC Puchheim austragen. Genauso wird die Halle auch Vereinen aus benachbarten Kommunen zur Verfügung stehen, zum Beispiel dem TSV Alling.

Kosten überschreiten halbe Million Euro

Rund 550 000 Euro hat der Verein dafür in die Hand genommen, davon hat die Stadt etwa 100 000 Euro per Förderung übernommen. OB Haas zollte den Vereinsmitgliedern bei der Einweihung am Freitagabend großen Respekt. „Hut ab“, sagte er. Dies geschah in einer offiziellen Eröffnungsfeier, die vom Rahmen her aber klein gehalten war. Vorbehalten war sie Mitgliedern, die sich für das Projekt besonders engagiert hatten. Allen voran benannt hatte Haas den TC-Vorsitzenden Dominik Hirsch. „Hochachtung auch dafür, dass da die ganze Familie einbezogen war und sich eingebracht hat.“ Das sei nicht selbstverständlich. Ebenso wenig die breite Zustimmung innerhalb der Vereinsmitglieder, als es um die grundlegende Zustimmung ging. Es helfe aber, Germering als sport- und tennisfreundliche Stadt darzustellen, so der Oberbürgermeister.

Hirsch selbst sprach von eineinhalb intensiven Jahren. So viel Zeit lag zwischen der ersten Planung und der Fertigstellung der 52,7 mal 36,4 Meter großen Halle, die eine Innenhöhe von elf Metern aufweist. Genutzt wird die Halle zwischen Ende September und Anfang April. Sie steht auf den Sandplätzen im Süden des Geländes, die im Sommer wieder normal bespielt werden können.

Die Hallenhülle ist von Sicherheit und Technik her auf dem modernsten Stand. Sie besteht aus zwei Membranen mit rund 37 Zentimetern Luftzwischenraum und weist damit die derzeit beste verfügbare Dämmung auf. Für das gute Klima in der Halle wird ständig Luft eingeblasen, die bei Bedarf temperiert wird und durch den entstehenden Überdruck dafür sorgt, dass die Halle steht. Rund eine Stunde würde es dauern, bis die Halle ganz im sich zusammensinken würde, erklärt Hirsch. Zur Sicherheit werden jedoch ein Notstromgerät sowie ein Ersatzgebläse vorgehalten.

Hans Kürzl

Quelle: Kreisbote

Auch interessant

Kommentare