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Neues Quartier am Hochfeld: Zwischen B 471 und der Brucker Polizei sollen 330 Wohnungen entstehen

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Eines der größten Bauprojekt Fürstenfeldbrucks: Am Hochfeld soll ein ökologisch nachhaltiges Wohnquartier entstehen.
Eines der größten Bauprojekt Brucks: Am Hochfeld soll ein ökologisch nachhaltiges Wohnquartier für bis zu 900 Bewohner geschaffen werden. © Peter Fischer

Fürstenfeldbruck – Mit großer Mehrheit fasste der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zur Bebauung des rund sieben Hektar großen Areals. Geplant sind 330 Wohneinheiten für circa 900 Bewohner. Als Nächstes folgt ein städtebaulicher Wettbewerb, bei dem auch die Bürger eingebunden werden sollen.

Laut Zweitem Bürgermeister Christian Stangl (Grüne) handele es sich hierbei um „ein zentrales, zukunftsweisendes Projekt für die Stadt.“ Man wolle damit auch dem „massiven Wohnungsmangel in Bruck“ entgegenwirken. Dem Bauamt zufolge beabsichtigt man, ein „verkehrsarmes, verdichtetes, aber dennoch luftiges und sonniges sowie ökologisch nachhaltiges Wohnquartier mit starker sozialer Durchmischung“ zu errichten.

Öffentliche Grünflächen und sozialer Wohnungsbau

Geplant sind Mehrfamilienhäuser mit drei bis fünf Geschossen und Reihenhäuser in verdichteter Bauweise. So will man erreichen, dass etwa 30 Prozent der Gesamtfläche als öffentliche Grünflächen ausgewiesen werden können. Ein Teil der Wohnungen wird im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet, um günstige Mieten garantieren zu können. Auch Genossenschaftsmodelle sollen berücksichtigt werden.

Die Wohnungsnot sei „ein vorgeschobenes Argument“, kritisierte Hermine Kusch das Vorhaben. Die BBV-Stadträtin forderte, das Projekt zurückzustellen und stattdessen zuerst bereits versiegelte Flächen wie das Grimmplatten-Areal oder Am Niederbronner Weg zu bebauen, konnte sich damit im Gremium jedoch nicht durchsetzen.

Wünsche der Stadträte

SPD-Fraktionschef Philipp Heimerl etwa findet die Abkehr vom Einfamilienhaus zur mehrgeschossigen Bebauung „einen guten Schritt hin zu einer neuen Stadtplanung“ und Grünen-Sprecher Jan Halbauer erinnerte daran, dass „auch Krankenschwestern, Polizisten und Feuerwehrleute bezahlbaren Wohnraum“ bräuchten. Heimerl kann sich in solch einem urbanen Quartier „auch entsprechende soziale Einrichtungen für Kinder und Senioren vorstellen.“ Willi Dräxler (BBV) plädiert für eine Fassadenbegrünung und Alexa Zierl (ÖDP) fordert, „Ausgleichsflächen nicht irgendwo, sondern in dem Gebiet selbst anzulegen.“ Zudem wünscht sich die Umweltreferentin, dass lediglich 30 Prozent der gesamten Fläche bebaut und zehn Prozent zur Verkehrserschließung genutzt werden. Die restlichen 60 Prozent sollten für öffentliche und private Grünflächen zur Verfügung stehen. CSU-Fraktionschef Lohde sieht in dem Projekt die Chance, „Einheimischenmodelle auch im Geschossbau zu realisieren.“

Mindestens zwei Jahre Vorbereitung

Baustadtrat Johannes Dachsel betont, dass dies auch der Wirtschaftsentwicklung Brucks diene, denn Unternehmen bekämen keine Fachkräfte, wenn diese keine Wohnung fänden. Auf eine Zeitschiene wollte er sich nicht festlegen. Für Auslobungstext, städtebaulichen Wettbewerb und Rahmenplanung rechnet Dachsel mit mindestens zwei Jahren, bis zum Start der Baumaßnahmen mit weiteren zwei Jahren.
Peter Fischer

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