Der Eingangsbereich des Waldhäuschen-Kindergartens in Eichenau sowie die Forststraße bedürfen der Sanierung.
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Der Eingangsbereich des Waldhäuschen-Kindergartens in Eichenau sowie die Forststraße bedürfen der Sanierung.

Nur eine Straße pro Jahr

Eichenauer Gemeinderat entscheidet sich gegen Vorschlag der Verwaltung

  • VonHans Kürzl
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Eichenau – Zwei Straßenbaumaßnahmen, die die Verwaltung für 2022 vorgesehen hatte, hat der Gemeinderat gekappt. Mit der klaren Mehrheit von 21:1 stimmte das Gremium nur dem Ausbau des Puchheimer Wegs zu. Für diese Maßnahme sind rund 500.000 Euro eingeplant.

Bei Meisen- und an der Forststraße senkten dagegen die Gemeinderäte ebenso eindeutig den Daumen. Insbesondere in der Diskussion war die Forststraße, für die nicht nur die Verwaltung den dringendsten Ausbaubedarf gesehen hatte. Auch der Elternbeirat des gemeindlichen Waldhäuschen-Kinderhäuschen-Kindergartens hatte in einem längeren Schriftwechsel die Verbesserung des Verkehrssituation angemahnt.

Daher hatte die Verwaltung unter anderem vorgeschlagen, die Stellplätze für Personal und Besucher zu verlegen, um Autos und Fußgänger besser trennen zu können. Auch Bürgermeister Peter Münster (FDP) hielt die Sorgen der Eltern für nachvollziehbar. Zusätzlich hätten in der Forststraße noch Sanierungsarbeiten und vorbereitende Maßnahmen zum Hochwasserschutz durchgeführt werden können.

Michael Wölfl sieht wenig Bedarf

Der stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Michael Wölfl sah jedoch wenig Bedarf – insbesondere bei der Verkehrssituation vor dem Kindergarten, bei der er wenig Gefahrenpotential sehe. „Der meiste Verkehr entsteht dort doch nur dadurch, wenn die Eltern ihre Kinder holen und bringen“, gab Wölfl die Verantwortung weiter.

Ein wenig kam man den Eltern aber doch entgegen. Eine Zwischenlösung für die Parksituation soll geschaffen werden. Angedacht sind Aufstellflächen wie sie an einigen Stellen in der Roggensteiner Allee angebracht sind. Dafür gab es eine knappe Mehrheit.

Rein an den Zahlen und der Beschlusslage machte Finanzreferent Hans Hösch (CSU) die Ablehnung für den Ausbau von Meisen- und Forststraße fest: „Bei den letzten Haushaltsberatungen haben wir uns dafür entschieden, nur eine Straße im Jahr auszubauen.“ Die Ausgleichszahlungen, die die Kommunen vom Freistaat erhalten würden, seien vergleichsweise lächerlich. Die Zahlungen sollen seit dem Wegfall von Erschließungsbeiträgen für Städte und Kommunen ein wenig Ausgleich schaffen.

Hans Kürzl

Quelle: Kreisbote

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