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Ehrenamtliche betreiben Kleiderkammer für ukrainische Flüchtlinge

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Von: Maximilian Geiger

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Die beiden Schichtleiterinnen Laura Grünaug und Katharina Williams vor den Schuhen für die ukrainischen Flüchtlinge, die dringend gebraucht werden.
Die beiden Schichtleiterinnen Laura Grünaug (links) und Katharina Williams vor den Schuhen für die ukrainischen Flüchtlinge, die dringend gebraucht werden. © Geiger

Fürstenfeldbruck – Die Wochen und Monate vergehen und noch immer tobt der schreckliche Krieg in der Ukraine. Noch immer flüchten Menschen aus ihrer Heimat, noch immer sind diese Flüchtlinge auf die Hilfe der Menschen in Deutschland angewiesen, auch hier im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Aus der Idee „nur mal kurz helfen“ ist für viele Landkreisbürger mittlerweile ein zeitintensives Ehrenamt entstanden und auch ein eingetragener Verein zur Unterstützung der Ukraine und seiner Flüchtlinge.

Gewachsen aus der privaten Initiative „Brucker helfen der Ukraine“ und ins Leben gerufen von sieben Personen – Andreas Rothenberger, Florian Weber, Moritz Hickethier, Jürgen Hofmann, Isabell Priadka, Niklas Schneider und Gerhard Seidl – engagieren sich derzeit etwa 70 Personen für den Verein. Sie nehmen Kleiderspenden entgegen, sortieren sie für die eigens eingerichtete Kleiderkammer, vermitteln sie an die Flüchtlinge, bringen Sachspenden nach Biburg, wo sie verpackt und anschließend einmal pro Woche nach Polen gebracht werden. Dort werden sie weitervermittelt an die in der Heimat verbliebenen Ukrainer.

Kleiderkammer im ehemaligen Modehaus Kohl

Da die Tenne im Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck für andere Veranstaltungen benötigt wird, ist die Kleiderkammer des Vereins mittlerweile im ehemaligen Modehaus Kohl in der Hauptstraße 22 in Fürstenfeldbruck beheimatet. Dort können ukrainische Flüchtlinge vorbeikommen, um sich unter anderem mit Jacken, Pullover, Tshirts, Unterwäsche und Schuhe einzudecken.

Etwa 50 bis 60 Flüchtlinge kommen täglich zum ehemaligen Modehaus, erklärt Katharina Williams, Schichtleiterin im Verein. Auch sie wollte damals „nur mal kurz helfen“, doch dann blieb sie dabei. Extra Urlaub hat sie sich zeitweise für ihr Ehrenamt genommen, immerhin gab es Wochen, in denen sie bis zu 60 Stunden für den Verein tätig war. „Es hilft ja nichts“, sagt sie achselzuckend und fügt lachend hinzu „Das wäre eigentlich auch ein guter Name für den Verein“.

Einen Dank spricht Williams Manuela Hillebrand von der Trachtengalerie Mammendorf aus. Diese sei auf Williams zugekommen und hab ihr jene Kleiderstangen angeboten, an denen nun die Kleiderspenden für die Flüchtlinge hängen.

Schuhe und Unterwäsche benötigt

Auch Laura Grünaug engagiert sich ehrenamtlich bei der Kleiderkammer der Ukrainehilfe. So ist sie unter anderem als Schichtleiterin tätig, koordiniert den Schichtplan und behält den Überblick, was alles benötigt wird an Kleidung. „Besonders Schuhe werden derzeit gebraucht“ erklärt sie, „und Unterwäsche“. Zudem sei noch immer jeder willkommen, der sich ehrenamtlich für die Ukrainehilfe des Vereins engagieren will – egal wie oft und lange man Zeit hat. „Denn jede Hand hilft“, versichern Grünaug und Williams.

Maximilian Geiger

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Kleiderkammer im ehemaligen Modehaus Kohl sind für die Woche vom 9. bis 15. Mai am:

Dienstag, 10. Mai, 14 bis 19 Uhr

Donnerstag, 12. Mai, 14 bis 19 Uhr

Freitag, 13. Mai, 14 bis 19 Uhr

Samstag, 14. Mai, 14 bis 19 Uhr

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