1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Kreisbote

Olchinger und Türkenfelder Christkindlmarkt auch abgesagt

Erstellt:

Kommentare

Weihnachtsmarkt-Stand
Heuer erneut kein Christkindlmarkt - nun auch in Olching und Türkenfeld. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / encrier

Landkreis - Nachdem bereits die Stadt Fürstenfeldbruck vergangene Woche und auch Germering ihren Christkindlmarkt abgesagt hatten, ziehen nun Olching und Türkenfeld nach.

„Die Stadt Olching sagt schweren Herzens den für die Adventswochenenden geplanten Christkindlmarkt ab“, das gab die Stadt am 17. November bekannt. Zuletzt war entschieden worden, den Christkindlmarkt statt an den zwei Standorten im Stadtzentrum auf den Volksfestplatz auszulagern, um dort unter 2G-Bedingungen und mit einer Umzäunung strenge Zutrittskontrollen durchführen zu können, wie in den Beschlüssen der bayerischen Staatsregierung angeordnet. Aufgrund der sich stetig verschärfenden Lage in den Kliniken und des exponentiellen Anstiegs der Corona-Infektionen im Landkreis hat das Landratsamt den Kommunen jetzt jedoch dringend dazu geraten, die Märkte abzusagen. Somit zieht die Stadt jetzt die Notbremse. „Ich hatte sehr gehofft, dass wir mittels unseres vorausschauendem Planens – zunächst zwei Standorte zur Entzerrung und dann Umzug an den Volksfestplatz mit 2G – den Christkindlmarkt retten können“, sagt Bürgermeister Magg. „Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die sich hier über die Maßen eingesetzt haben, um ein wenig Normalität in dieser Zeit unter hohen Sicherheitsstandards für unsere Bürge zu ermöglichen.“ „Ich bedauere die Absage sehr, weil sich viele Menschen in unserer Stadt nicht nur auf den Christkindlmarkt gefreut haben, sondern persönlich alles tun, um diese Pandemie zu beenden, oder zumindest im Griff zu halten“, erklärt der Bürgermeister und appelliert deshalb: „Es gilt daher nun, in allen Bereichen Corona wenig Chancen auf eine weitere große Ausbreitung zu geben. Dafür ist es aus meiner Sicht unverzichtbar, sich impfen und auch boostern zu lassen. Sonst steht zu befürchten, dass wir uns alle wieder an Absagen gewöhnen werden müssen, und das nicht nur in den kommenden Wochen.“

„Nach teils dramatischen Appellen aus den Kliniken in der Region und weiteren herausfordernden Entwicklungen wie einer ganzen Reihe an Corona-Fällen in Türkenfelder Kindertagesstätten oder der Schule, haben die beteiligten Vereine mehrheitlich entschieden, den Christkindlmarkt 2021 abzusagen“, kündigt die Gemeinde Türkenfeld ebenso am 17. November an. Alle Beteiligten bedauern die Entscheidung. Bis zuletzt stand die Hoffnung im Raum, durch zum Beispiel ein Umzäunen des Marktes, den Einsatz von Sicherheitspersonal und weitergehenden Regeln am Markt festhalten zu können. In der Gesamtschau war die Entscheidung aber eine Andere. „Insofern bitte ich im Namen aller Beteiligten um Verständnis für die Entscheidung“, richtet sich Bürgermeister Emanuel Staffler an die Bürger.
Ebenfalls abgesagt wird das für den 12. Dezember geplante Adventssingen in der Schönbergaula. Die drei beteiligten Chöre haben sich entschieden, das Konzert nicht durchzuführen.

Appell des Türkenfelder Bürgermeisters

Der Bürgermeister richtet außerdem noch einen Appell an die Bürger: „Sofern noch nicht geschehen, lassen Sie sich impfen! Und wenn Sie aufgrund Ihrer persönlichen Situation (zeitlicher Abstand, …) für eine Booster-Impfung in Frage kommen: Nehmen Sie auch diese in Anspruch.“ Eine Übersicht der aktuellen Impfangebote gibt es unter https://www.lra-ffb.de/impfzentrum-fuerstenfeldbruck oder beim Hausarzt. „Wir werden nicht aus dieser Pandemie kommen, wenn die Impfquoten bleiben, wie sie sind. Es gibt wenig im Leben, das frei von Risiko ist. Das Risiko, ungeimpft und hilfesuchend vor einer überlasteten Klinik zu stehen, ist nochmals realistischer geworden. Leisten wir also alle einen Beitrag“, so Stafflers Appell weiter.
red
Hier der Artikel zur Absage des Fürstenfeldbrucker Christkindlmarktes.
Hier der Artikel zur Absage des Germeringer Christkindlmarktes.

Auch interessant

Kommentare