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Silvesterbräuche aus aller Welt

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Von: Claudia Becker

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Bleigießen gehört bei vielen am Silvesterabend einfach mit dazu.
Bleigießen gehört bei vielen am Silvesterabend einfach mit dazu. © Symbolfoto: Panthermedia/simoneandress

Landkreis Fürstenfeldbruck – Egal ob Bleigießen, Tischfeuerwerk oder Dinner for One sehen, jeder hat so seine Bräuche und Traditionen zu Silvester. Wird es Raclette oder doch Fondue geben, und wie wird der Mitternachtssnack aussehen? Auf der ganzen Welt werden an diesem Abend die unterschiedlichsten Bräuche vollzogen.

Traditionell spielt das Silvester-Feuerwerk eine große Rolle. Einige Tage im Voraus können Raketen, Knallfrösche oder Pyrotechnik erworben werden. Coronabedingt muss dies auch in diesem Jahr im Privaten in Deutschland wieder ausfallen, will man doch Unfälle vermeiden, die zu einer weiteren Belastung der Krankenhäuser führen.

In Großbritannien beispielsweise gehört es zum Jahreswechsel, das Lied „Auld Lang Syne“ zu singen und damit der Verstorbenen des zu Ende gegangenen Jahres zu gedenken. Im Süden Europas geht es da schon leidenschaftlicher zu. Trägt man doch am Silvesterabend rote Unterwäsche. Italienerinnen und Spanierinnen erhoffen sich dadurch, dass das neue Jahr viel Leidenschaft bereithält – wenn nicht sogar die große Liebe. Zudem stößt man in Spanien um Mitternacht mit Sektgläsern an, in die vorher ein goldener Ring gelegt wurde. Das soll Glück bringen. In Portugal geht es hingegen etwas anders zu. Die Portugiesen halten um Mitternacht eine Münze fest in der Hand. Diese soll ihnen finanzielles Glück bringen. Daneben schlagen sie Pfannen und Töpfe zusammen oder zertrümmern Geschirr, um böse Geister mit viel Lärm zu vertreiben. In Griechenland wird an Silvester am liebsten gezockt – egal ob mit Karten- oder Würfelspielen. Wer im Spiel gewinnt, soll auch das restliche Jahr Glück haben.

Silvester in Südamerika

In Südamerika lässt man die Puppen tanzen, oder eher brennen. Zum Ende des Jahres wollen die Ecuadorianer das Schlechte der Vergangenheit loswerden. Sie basteln Puppen aus alter Kleidung und stopfen sie aus, um sie dann um Mitternacht auf den Straßen zu verbrennen, um Platz für das Gute im neuen Jahr zu schaffen. In China putzt man das Haus mit Bambuszweigen, um die bösen Geister zu vertreiben. Jedoch muss dieser Brauch bereits vor dem Jahreswechsel geschehen, da man sonst das Glück aus dem Haus putzt. Auch die Farbe rot spielt für Chinesen eine große Rolle. So wird das Haus mit roten und goldenen Glückszeichen geschmückt. Auf den Time Square in New York wird das neue Jahr mit dem „Ball Drop“ eingeleitet. Eine Kugel zählt den 60-Sekunden-Countdown bis Mitternacht und senkt sich auf einer 23 Meter hohen Stange herab. In Südafrika gibt es keine großen Silvesterfeiern. Am 1. und 2. Januar feiert die Hauptstadt Kapstadt einen bunten Karneval mit ausgefallenen Kostümen.

Wer glaubt, Menschen in Australien feiern zuerst den Jahreswechsel, irrt sich. Bewohner der Südseeinseln Samoa und Kiribati sind die ersten. Wenn bei uns 11 Uhr vormittags ist, starten sie bereits ins Neue Jahr. Eine Stunde später folgt Neuseeland und erst dann die „Aussies“. Und auch in die andere Richtung geht es weiter, so feiern Menschen auf Hawaii das neue Jahr, wenn bei uns 11 Uhr am 1. Januar ist. So hat jedes Land auf der Welt seine eigenen Bräuche und startet unterschiedlich ins Jahr 2022.

Becker

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