Mann Handschellen
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Dem Mann, der aktuell in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist, wird die mitgliedschaftliche Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Vorwurf: Mitglied einer kriminellen Vereinigung

Verschwörungstheoretiker (57) in Unterbringungshaft - seine Sympathisanten demonstrierten gegen Verhaftung

Fürstenfeldbruck/München - Ein 57-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus dem Landkreis FFB, der als Verschwörungstheoretiker gilt, wurde am Freitag, 12. November, vorläufig festgenommen und anschließend untergebracht.

„Die Generalstaatsanwalt München führt derzeit zusammen mit der KPI Fürstenfeldbruck ein Ermittlungsverfahren gegen einen 57-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck“, dies gab das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag, 15. November, bekannt. Dem Mann wird die mitgliedschaftliche Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll zudem über seinen Telegram-Kanal mit mehreren tausend Abonnenten zu öffentlichen Straftaten aufgefordert und massive Beleidigungen verbreitet haben. So hat er unter anderem erklärt, dass Polizeibeamte „standesrechtlich“ erschossen werden dürfen.

Tatverdächtiger aktuell in psychiatrischer Klinik

Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens sollte der Tatverdächtige am Freitag, 12. November, auf staatsanwaltschaftliche Weisung bei der Kripo in Fürstenfeldbruck vernommen und psychologisch begutachtet werden. Da er zu dem Termin nicht erschien, wurde er von der Polizei vorläufig festgenommen. Nach der Vernehmung und der psychologischen Begutachtung wurde von der Generalstaatsanwaltschaft München ein Unterbringungsbefehl beantragt, der am 13. November durch die Ermittlungsrichterin beim Polizeipräsidium München erlassen wurde. Der 57-Jährige wurde anschließend in eine psychiatrische Klinik gebracht.

50 seiner Sympathisanten haben demonstriert

Sowohl bei der Eröffnung des Unterbringungsbefehls, als auch bei der Verbringung in die Klinik hatten sich nach vorherigen Solidaritätsaufrufen im Internet jeweils etwa 50 Sympathisanten des Tatverdächtigen versammelt und gegen die Maßnahmen protestiert. Zu Ausschreitungen kam es nicht.
pi

Quelle: Kreisbote

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