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»Wohnen für Hilfe« startet in Zeiten von Corona neu durch

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„Wohnen für Hilfe“ vermittelt generationenübergreifende Wohnpartnerschaften zwischen Senioren und Studenten und Auszubildenden.
„Wohnen für Hilfe“ vermittelt generationenübergreifende Wohnpartnerschaften zwischen Senioren und Studenten und Auszubildenden. © Symbolbild: PantherMedia / alexraths

Landkreis Fürstenfeldbruck – Seit dem Frühjahr 2020 beeinflusst Corona alle Generationen. Auch für die beiden Zielgruppen des Projektes „Wohnen für Hilfe“ des Landratsamtes Fürstenfeldbruck hat sich das Leben grundlegend geändert. Senioren mussten sich aufgrund des hohen gesundheitlichen Risikos lange Zeit überwiegend in ihren eigenen vier Wände zurückziehen und Studenten und Auszubildende waren durch die fehlende Möglichkeit, die Universität oder Berufsschule zu besuchen, stark eingeschränkt.

Seit einiger Zeit hat sich die Coronasituation entspannt und es besteht Hoffnung, dass das Wintersemester und das neue Ausbildungsjahr wieder vor Ort stattfinden werden. Hierbei zeigt sich jedoch das altbekannte Problem, dass es im Münchner Umland zu wenig bezahlbaren Wohnraum für Studenten und Auszubildende gibt. Hier setzt „Wohnen für Hilfe“ an und vermittelt generationenübergreifende Wohnpartnerschaften, bei denen Senioren freien Wohnraum zur Verfügung stellen und im Gegenzug statt Miete Unterstützung im Alltag von Studenten oder Auszubildenden erhalten. Diese Unterstützung kann zum Beispiel Haus- oder Gartenarbeit, Einkaufen oder die Begleitung zum Arzt sein. Generell gilt: Ein Quadratmeter Wohnfläche bedeutet eine Stunde Hilfeleistung im Monat. Nebenkosten werden in Form einer monatlichen Pauschale abgegolten. Bei „Wohnen für Hilfe“ entsteht eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Besonders nach der langen Zeit der Kontaktbeschränkungen ist das gemeinsame Wohnen unter einem Dach eine Bereicherung. Vereinsamung wird entgegengewirkt, Senioren können länger im eigenen zu Hause bleiben und die Jüngeren profitieren vom Erfahrungsschatz der Älteren.

2020 gab es aufgrund von Corona nur sehr wenige Wohnangebote von Senioren. Auch die Nachfrage von Studenten und Auszubildenden war deutlich geringer, da ein Umzug durch die Onlineveranstaltungen oft nicht notwendig war. „Für die kommenden Wochen wird jedoch wieder eine deutlich erhöhte Nachfrage an Zimmern erwartet“, vermuten die Verantwortlichen des Projekts im Landratsamt. So wünschen sich die Verantwortlichen, dass sich Senioren, die ein freies Zimmer zu vergeben haben, bei der Vermittlungsstelle im Landratsamt melden. Durch die gesunkenen Inzidenzzahlen und die Möglichkeit einer Impfung steht „Wohnen für Hilfe“ nun nichts mehr im Wege. Zudem wurde ein Schutzkonzept entwickelt, in dem für alle Schritte, vom ersten Kontakt mit Interessierten bis hin zum Zusammenleben in einer Wohnpartnerschaft, Vorgehensweisen festgelegt sind, um „Wohnen für Hilfe“ für alle Beteiligten sicher zu gestalten.

Interessierte an „Wohnen für Hilfe“ wenden sich an Verena Bauer, Landratsamt Fürstenfeld-bruck, Münchner Straße 32, 82256 Fürstenfeldbruck, Telefon 08141 519-5632, E-Mail: wohnen-fuer-hilfe@lra-ffb.de.

red

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