Kalauer

Klimaschutzmanagement: Kritik an Bürokratie

Beim Klimaschutzmanagement verzichtet der Kreis künftig auf Bundes-Zuschüsse. Grund: die hohen bürokratischen Hürden.

Fürstenfeldbruck – Für Landrat Thomas Karmasin ist die Art, wie die Zuschüsse für die Stelle beim Bund beantragt werden müssen, ein „kalauerartiger Vorgang“. Es bedürfe einer viermonatigen Vorarbeit – der Mitarbeiter im Landratsamt fehle in der dieser Zeit für andere Aufgaben. Danach dauere es wieder vier Monate, bis der Zuschuss vom Bund bearbeitet ist. Der Planungsausschuss gab dem Landrat recht. Die Stelle eines Klimaschutzmanagers soll nun ohne den 65-prozentigen Anteil vom Bund weiter besetzt werden. Zu den Aufgaben des Managers gehört die Überwachung des Klimaschutzkonzepts. Er soll Projekte aufgreifen, deren Umsetzung anstoßen und Ansprechpartner für Kommunen sein. Eines der Projekte war das Angebot an Bürger, Häuser hinsichtlich ihrer Wärmedämmung untersuchen zu lassen. Zudem stehen die Kooperation mit dem Energiewendeverein Ziel 21 und Verbesserungen im Radl-System auf der Agenda.

Monika Beirer, die die Stelle bisher innehatte, wechselt im Landratsamt zur Abteilung für Öffentlichen Personennahverkehr, wo sie ein EU-Projekt zur CO2-Reduzierung durch Zusammenarbeit mehrerer Regionen betreut. Die Stelle des Klimaschutzmanagers soll nun neu besetzt werden. 2017 hat sie ein Projektbudget von 9000 Euro. st

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