Neues Erdbeben in Mexiko

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Manche Tiere wandern im Doppelpack: Das Männchen auf dem Weibchen. 

Amphibienwanderung

Kröten und Co. sind wieder auf dem Sprung

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Es geht wieder los: Die milde Witterung holt Kröten und Frösche aus der Winterstarre. Bei Plusgraden werden sie munter, bekommen Frühlingsgefühle und wandern zu ihren Laichgewässern. Für Autofahrer ist Vorsicht geboten.

Fürstenfeldbruck– Feuchtes Wetter, vier bis fünf Grad plus und wenig Wind – so sieht perfektes Frühlingswetter für Frösche, Kröten und Molche aus. Während die wechselwarmen Tiere über die kalten Wintermonate in einer Starre verharrten, erwachen sie durch die milden Temperaturen wieder – und wollen sich paaren. Doch die Wanderung zu ihren Laichgewässern ist gefährlich. Oft kreuzen sich ihre Routen mit Straßen.

Damit die Tiere sicher ankommen, werden im ganzen Landkreis fast sieben Kilometer mobile Krötenzäune und Warnschilder entlang der Liebespfade platziert. Vor rund zwei Wochen haben die Helfer begonnen, „Etwa eine Woche später sind einige Tiere schon losgewandert“, erklärt Christine Weeser-Krell von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Viele stünden aber erst noch in den Startlöchern.

Christine Weeser-Krell koordiniert die Aufstellung der Zäune. Hilfe bekommen sie und ihre Kollegen von den Ortsgruppen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und vom Bund Naturschutz (BN). Das ist jedes Jahr wieder stressig, sagt sie. Auch weil es immer weniger Freiwillige gebe, die Eimer-Taxi für die Amphibien spielen.

Arbeit wartet auf die Krötenretter vor allem zu unbequemen Zeiten. Denn unterwegs sind die Tiere erst, wenn es dämmert. Zu ihrer Sicherheit wandern Kröten, Frösche und Molche im Schutz der Dunkelheit. Sonst laufen sie Gefahr, von einem hungrigen Raubtier gefressen zu werden.

Abends und früh morgens müssen die Helfer die etwa 40 Zentimeter hohen Zäune absuchen. Damit die Tiere nicht darüber klettern oder unten durchschlüpfen sind sie oben und unten umgebogen. „Etwa 12 500 Euro kostet ein Kilometer Zaun“, berichtet Christine Weeser-Krell.

Übrigens: Nur wenige Tiere wandern im Doppelpack – also das Männchen auf dem Rücken des Weibchens sitzend. Meist starten die Männchen zuerst. An den Laichgewässern, wie etwa am Weiher in Mauern, warten sie dann zu hunderten auf die Weibchen. „Es sind mindestens doppelt, oft auch dreimal so viele Männchen wie Weibchen“, sagt Weeser-Krell. Eine Erklärung dafür hat sie nicht.

Doch egal ob allein oder zu zweit: Bestenfalls landen die Tiere in den vor dem Zaun eingegrabenen Zehn-Liter-Eimern. Darin ist ein Stöckchen, damit andere Tiere, die aus versehentlich hineinfallen, entkommen können. Die Behälter sind zudem mit Blättern ausgelegt, damit sich die Amphibien eingraben und feucht halten können. Das ist überlebenswichtig.

Obwohl es vielerorts Zäune gibt, mahnt Christine Weeser-Krell zur Vorsicht und dazu, Straßensperrungen zu beachten. Denn längst nicht alle Tiere könnten mit Zäunen abgefangen werden. „Wer auf einer Straße fährt, auf der Kröten sitzen, sollte höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren“, sagt sie. Sonst werden die Tiere durch den starken Luftstrom getötet. „Und die Krötenretter sollen sich nicht im Dienst der Tiere selbst in Gefahr begeben.“ (rm)

Hier gibts Zäune und Sperrungen: 

In Puch an der Kaiser-Ludwig-Straße stehen zum Schutz der Tiere mobile Zäune.

 An der Kreisstraße zwischen Grunertshofen und Purk steht ebenfalls ein Krötenzaun. 

In Türkenfeld westlich der Geltendorfer Straße haben die Helfer auch eine Barriere angebracht. 

Beim Weiler Dötlbauer zwischen Alling und Germering wurden nahe der Abzweigung nach Nebel Schutzzäune für die Kröten angebracht. 

Entlang der Straße zwischen Schöngeising und Mauern gibt es einen Krötenzaun. 

In Olching am Kajo-Weiher im Graßlfinger Moos gibt es einen Festzaun samt Tunnel. Entlang der B 2 am westlichen Ortsausgang von Althegnenberg gibt es ebenfalls eine Amphibien-Unterführung und einen fest montierten Zaun. 

Bei Poigern stehen an der Kreisstraße von Maisach nach Egenhofen beidseitig mobile Zäune.

 Zwischen Wenigmünchen und Dürabuch haben die Helfer an der Kreisstraße Zäune angebracht.

 In Grafrath gibt es an der Bahnhofstraße und an der Jesenwanger Straße Krötenzäune. 

An der Bahnhofstraße gilt außerdem Tempo 30. 

Auch Nahe der Selmayr-Grube bei Mammendorf gibt es Tunnel und Zaun für Frösche und Co..

 Die Olchinger Staße zwischen dem Ihleweg in Puchheim und der Zweigstraße in Eichenau wird zum Schutz der Amphibien nachts gesperrt. 

Straßensperren werden wischen Alling und Germansberg sowie zwischen Bruck und Pfaffing eingerichtet. Sie gelten von 19 (Winterzeit) beziehungsweise 20 Uhr (Sommerzeit) bis 6 Uhr. Die Buslinie 838 zwischen Glonn (Kreis Aichach-Friedberg) und Vogach wird umgeleitet

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