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Drei der Künstler (v.l.): Florian Tenk (beleuchtete Kisten), Nicolai Schneider und Mara Pollak (Banner) zeigen ihre individuellen Werke im Haus 10. 

Ausstellung

Künstler-Nachwuchs zeigt sich im Haus 10

Sieben Kunststudenten zeigen ihre Werke ab sofort im Haus 10. Die Herangehensweise an die Ausstellung ist außergewöhnlich. Auch einige Werke muten kurios an.

Fürstenfeldbruck – Ein grauer Stierkopf thront einladend und abwehrend zugleich auf einer bunten Säule im Eingangsbereich der Kulturwerkstatt Haus 10 auf dem Klostergelände. Wer weiter in den Raum geht und sich umsieht, findet in jeder Ecke ein besonderes Kunstwerk. Eine ausgedrückte Silikon-Flasche klebt an der Wand. Mehrere quadratische Kästen, die von innen beleuchtet sind, stehen in verschiedenen Ecken des Raumes auf dem Boden. „Alles wird gut“, heißt es auf einem Werk von Florian Tenk.

Weitere Skulpturen, Fotostrecken und Bilder vervollständigen das Portfolio der Ausstellung. Erdacht und umgesetzt wurden sie von der Fotoklasse von Professor Dieter Rehm, Präsident der Akademie für Bildende Künste in München.

Sieben Studenten unterschiedlicher Semester haben sich für das Projekt „So gut wie nichts hat alles gut gemacht“ zusammengefunden.

Ein gemeinsames Thema – wie es bei vielen Ausstellungen üblich ist – gibt es nicht. Dafür hatten die Studenten eine besondere Herangehensweise. Die Organisatoren wollten die Einzelprojekte durch einen psychologischen Ansatz verbinden. „Deshalb gibt es diesmal auch keinen Kurator, aber einen roten Faden sollte es trotzdem geben“, verrät Anna Dietz, eine der Studenten. Umgesetzt haben sie und ihre Kommilitonen die Idee durch die „Methode der Aufstellung“, die Psychologie-Professor Franz Ruppert entwickelte.

Bei der Herangehensweise geht es darum, sich ein Anliegen oder eine Fragestellung zu überlegen. Die Studenten haben versucht, sich diesem zu nähern, indem die einzelnen Personen Aspekte dieser Frage darstellten und sich dementsprechend im Raum positionierten.

Studentin Mara Pollak, auch eine der Künstlerinnen, veranschaulicht die besondere Herangehensweise. „Meine Frage war ’Warum fällt es mir so schwer, ein Thema zu finden’. Also nahmen die Gruppenmitglieder die einzelnen Rollen ein. Ich war ich, jemand anders das Thema und wir haben uns dementsprechend aufgestellt. Mit der Zeit entwickelte sich eine Dynamik, die bei der Lösung meiner Frage helfen sollte.“

Anschließend setzten die Studenten das bereits Erarbeitete um. Sie kreierten Kunstwerke, die den psychologischen Prozess veranschaulichen sollten. Im Falle von Mara Pollak entstand eine Leinwand, auf der ihr Prozess zur Findung eines Themas mit Bildern, Screenshots, Fotos und vielem mehr dargestellt wird. Der meterlange Banner schlängelt sich nun quer durch die Ausstellung.

Weil alle Kunststücke auch im Zusammenspiel funktionieren sollen, haben die Studenten viel Wert auf die Platzierung gelegt. Diese wirkt auf den Betrachter vielleicht zufällig, soll die einzelnen Werke aber in Beziehung setzen. So soll ein stimmiges Bild entstehen. (Tom Eldersch)

Die Vernissage

zur Ausstellung „So gut wie nichts hat alles gut gemacht“ findet am heutigen Freitag, 3. März, 19.30 Uhr, im Haus 10 auf dem Klostergelände statt. Die Studenten erklären ihre Kunstwerke. Die Ausstellung ist bis 19. März immer freitags von 16 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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