Zur Vernissage im Graßlfinger Moos gab es Klänge von Alphornbläsern und Didgeridoos.

Graßlfing

Kunst im Moos: Wo Skulpturen auf Stauden und Sträucher treffen

Olching – Zwischen Apfelbäumchen und Rosenstöcken zieren an insgesamt fünf Wochenendtagen unterschiedlichste Kunstwerke das weitläufige Gelände der Baumschule Waltl im Graßlfinger Moos. Zur Natur, den Bildern und Objekten gibt’s auch am kommenden Wochenende musikalische Kulturzuckerl obendrauf.

Seine Stahlplastik „Hupf“ stellt Künstler Hansjürgen Vogel aus. Er ist Leiter der Bildhauerwerkstatt im Haus 10.

Kein Wandeln durch heilige Hallen, keine Enge, keine gespreizten Finger am Sektglas – dafür Natur pur: Im über die Jahrzehnte hin gewachsenen parkähnlichen Garten der Baumschule Waltl, zwischen hohen Stämmen, heranwachsenden Bäumen und Sträuchern, gedeiht und wächst es derzeit im doppelten Sinne: Am Freitag wurde die Ausstellung „Die Schönen Künste“ eröffnet. In solcherlei gewachsenem Ambiente nimmt man gern auch die eine oder andere Schnake in Kauf.

Wie aber kam die Kunst ins Graßlfinger Moos, zur wohlklingenden Adresse „beim Himmelreich“? Gastgeber Alois Waltl erzählte bei der Vernissage von der Idee, die vor Jahren auf dem Olchinger Volksfest geboren und beim Neujahrsempfang 2015 konkretisiert wurde. „Nach mehreren Treffen und ein paar Gläsern Rotwein reifte das Konzept gemeinsam mit Martina Glaß von der Künstlergruppe Sepia, Kulturreferentin Ruth Busl und zusammen mit den Künstlern“, so Waltl.

Sie hatten die Idee, Kunst ins Graßlfinger Moos zu bringen (v.l.): Kulturreferentin Ruth Busl, Alois Waltl und Martina Glaß von der Künslergruppe Sepia. Fotos: kiener

Der Gartenbauer freut sich, dass die Kunst zu ihm ins Graßlfinger Moos kam. Dass Kunst und Kultur gut miteinander korrespondieren, sprich „zammgehen“, spürte Alois Waltl schnell. Als Gartenbauer ist er zwar eher praktisch veranlagt, aber dennoch täglich auch kreativ gefordert. Denn in seinem Beruf braucht’s halt auch einen Blick fürs Arrangement, gepaart mit dem richtigen Gespür und Fingerspitzengefühl. „Auch die Künstler sind schnell auf den Geschmack gekommen“, freut sich Waltl.

Schirmherrin und Kulturreferentin Ruth Busl lud die Gäste zum „Artwalk“ unter freiem Himmel ein, schwärmte von den vielfältigen Schauplätzen, die die Natur der Kunst hier „in dieser wunderschönen Galerie außerhalb von Mauern“ bietet.

Insgesamt acht Künstler aus der Region nutzen diesen „halböffentlichen Raum“ zur Präsentation ihrer Werke. Herausgekommen ist eine Ausstellung der etwas anderen Art: eine, die Natur und Kunst Raum gibt und auf ganz natürliche Weise neue Sichtweisen eröffnet. Es ist eine Ausstellung, die ein bisserl anders ist: eine, die an unterschiedlichsten Tageszeiten mit Licht und Schatten spielt und sowohl den Werken der Künstler wie auch der Natur Respekt zollt. (akk)

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