Gleich zwei Umzüge schlängeln sich am Sonntag durch Mammendorf: der Kirchzug (grün) und der großen Trachtenfestzug (rot). Parken können die Besucher auf insgesamt sechs Wiesen. Parkwächter weisen den Weg dorthin.

Huosigau-Heimattage

So läuft’s bei Fahnenweihe und Trachtenzug

Mammendorf - Der jüngste Trachtenverein Bayerns ist auf den Ansturm vorbereitet: Die Moasawinkler feiern ihre Fahnenweihe am Sonntag mit über 3000 Trachtlern und Blasmusikern.

Sepp Eberle, der Vorsitzende des 2007 gegründeten Heimat- und Trachtenvereins, ist seit Wochen im Dauerstress – aber die Arbeit macht ihm Spaß und er freut sich auf das Festwochenende. Der Verein hatte sich um die Austragung der 60. Huosigau-Heimattage beworben und mit Blick auf die Fahnenweihe natürlich den Zuschlag erhalten. Zuletzt war im Landkreis 1990 die Erstfahne eines Trachtenvereins geweiht worden: die des Olchinger Heimat- und Volkstrachtenvereins.

Nach 24 Jahren wird wieder eine Erstfahne geweiht

24 Jahre später ist es wieder soweit. Und man kann sagen, dass Eberle, seit Anbeginn Vorsitzender des Vereins, die Sache von langer Hand eingefädelt hat: Es gibt seit der Gründung des Vereins mit Bernhard Pöller einen Fähnrich – bloß hatte der bis dato keine Fahne. Jetzt, nach sieben Jahren im Amt, kann er erstmals seine Aufgabe erfüllen. Eberle erklärt, es sei üblich, dass sich Trachtenvereine erst nach einigen Jahren eine Fahne zulegen: „Man wartet meist, bis man genug Mitglieder und Geld hat.“

Verhüllt wird die Fahne am Sonntag ab 9 Uhr vom Festzelt zum Gottesdienstplatz getragen. Dort, wo Michael-Aumüller-Straße und Maisach zusammentreffen, wird ab 9.30 Uhr ein Freiluft-Gottesdienst gefeiert. Dabei wird die Fahne enthüllt und gesegnet. Dann geht es zurück zum Festzelt, wo das neue Stück präsentiert wird, bis Pöller es wieder durch die Gegend trägt: ab 14 Uhr im Rahmen des großen Trachtenzugs, der sich auf einer 3,1 Kilometer langen Strecke durch den Ort schlängelt.

3200 Teilnehmer beim großen Trachtenumzug

Zu sehen sind dabei 60 Trachtenvereine, zehn Ortsvereine, 24 Blaskapellen und acht Festwagen sowie Kutschen. „Insgesamt sind das 3200 Teilnehmer“, sagt Eberle. „Darunter sind 800 Kinder und Jugendliche. Das zeigt, dass das keine Alte-Herren-Veranstaltung ist.“ Der Vorsitzende verspricht: „Ich glaube, dass es in Bayern keinen Festzug gibt, der so eine Vielfalt an Trachten zu bieten hat.“ Das sei auch ein Geschenk an die Gemeinde: „Wir wollen unserem Dorf etwas präsentieren und etwas zurückgeben.“ (zag)

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