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Linien werden umstrukturiert 

Busfahren auf dem Land wird attraktiver

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Die Buslinien nördlich der S 4 im westlichen Fürstenfeldbrucker Landkreis werden umstrukturiert. Der Öffentliche Personen-Nahverkehr soll attraktiver werden.

Westlicher LandkreisDas Nord-West-Paket war eines der Projekte, die unlängst den zuständigen Planungsausschuss des Kreistags passierten. Die Zustimmung im Gesamtgremium steht zwar noch aus. Sie gilt wegen des erklärten Pro-Bus-Willens praktisch aller Fraktionen aber als sehr wahrscheinlich. Bereits zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 sollen die Neuerungen gelten.

Geplant ist, die bisherigen Linien 827, 847, 848 und 849 zu ersetzen. „Das aktuell noch recht lückenhafte Netz mit hauptsächlich Schulverbindungen und ansonsten meist langen Fahrzeiten soll durch schnellere und besser auf die S-Bahn abgestimmte Fahrpläne mit überwiegend 40-Minuten-Takt ersetzt werden“, heißt es in einem Papier des Kreis-ÖPNV-Experten Hermann Seifert. Gleichzeitig sollen auch die Schulen so angebunden werden, dass Wartezeiten soweit als möglich reduziert werden. Insgesamt wurde das Gebiet neu überplant, erklärte Seiferts Kollegin Monika Beirer auf Nachfrage. Was gut war, sei natürlich trotz neuer Liniennamen beibehalten worden.

Ringförmig rollt künftig die neue Linie 826 von Grafrath nach Grafrath

Im Einzelnen ist nun Folgendes geplant: Die neue Linie 822 verbindet Mammendorf mit Fürstenfeldbruck und rollt dabei über Loitershofen, Nassenhausen, Adelshofen, Pfaffenhofen, Jesenwang, Babenried, Landsberied, Schöngeising bis zum Viscardi-Gymnasium in Bruck und über Fürstenfeld zum S-Bahnhof. Die Fahrt beispielsweise von Adelshofen zum S-Bahnhof Schöngeising dauert elf Minuten.

Die neue Linie 823 verbindet Bruck mit Dünzelbach und bedient Jesenwang, Pfaffenhofen, Adelshofen, Nassenhausen, Luttenwang, Grunertshofen und Steinbach. In Nassenhausen halten damit beispielsweise zwischen morgens 6.28 Uhr und mittags 12.08 allein neun Busse dieser Linie.

Ebenfalls zwischen Dünzelbach und Fürstenfeldbruck, allerdings auf anderer Strecke, rollt die Linie 825. Sie fährt Eismerszell an, Moorenweis, Jesenwang, Babenried, Landsberied und Aich. Seifert spricht hier von einer relativ geraden und stringenten Streckenführung im 40-Minuten-Takt. Aus Landsberied in die Schöngeisinger Straße in Bruck braucht man beispielsweise elf Minuten.

Quasi ringförmig rollt künftig die neue Linie 826 von Grafrath nach Grafrath. Sie tangiert Moorenweis, Dünzelbach, Steinbach, Grunertshofen, Purk, Langwied, Römertshofen und Albertshofen. Von der Post in Moorenweis bis zum Bahnhof Grafrath braucht man hier beispielsweise fünf Minuten. Das Örtchen Purk bekommt damit beispielsweise elf Halte an einem Vormittag. Einen eigenen Service bildet die neue Linie 829. In ihr sind alle Schulverbindungen nach Jesenwang und Mammendorf eigens abgebildet, um die anderen Fahrpläne nicht unübersichtlich zu machen.

690 000 Euro Mehrkosten pro Jahr für den Kreis Fürstenfeldbruck

Diese Neuerungen bringen für den Kreis im Jahr Mehrkosten von 690 000 Euro. Turnusgemäß finden im Jahr 2018 Erhebungen zur Nutzung der Busse statt. Danach liegen Erkenntnisse über die Akzeptanz der neuen Linien vor. Diese können einfließen in eventuelle Nachbesserungen oder Veränderungen. Die Fahrplanausweitung ist bis zum Dezember 2021 befristet.

von Thomas Steinhardt

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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