Kreisbehörde schreitet ein

Landratsamt: Brucker Haushalt so nicht genehmigungsfähig

Fürstenfeldbruck - Das Landratsamt kritisiert den Brucker Haushalt. Die Kreisbehörde fordert eine Reduzierung der Kreditaufnahme.

Nach einer entsprechenden Berichterstattung im Tagblatt reagierte die Stadt am Freitag in der Früh. Sie teilt mit, dass das Landratsamt den Haushalt der Stadt für dieses Jahr noch nicht genehmigt habe. Zu den Kreditaufnahmen bestehe noch Klärungsbedarf. Die Stadt habe für die geplanten Investitionen Kredite in Höhe von rund zehn  Millionen Euro vorgesehen. "Die Rechtsaufsichtsbehörde möchte diese um rund 1,45 Millionen reduziert sehen", berichtet die Stadt. In der nächsten Woche werde es ein Gespräch hierzu geben.

Möglicherweise müssen die Brucker Stadträte also noch einmal über den Haushalt für das laufende Jahr diskutieren. Der Brucker Etat gilt ohnehin als äußerst angespannt. Außerdem sind bislang die Ausgaben für eine weitere Feuerwache nicht berücksichtigt.

Dass es Gespräche zwischen der Kreisbehörde und den Kommunen über Haushaltsplanungen gibt, ist nichts Ungewöhnliches. Allerdings pflegen Gespräche solcher Art vor der Verabschiedung eines Etats stattzufinden und nicht wie jetzt in Bruck nach dem Beschluss im Stadtrat. Der Etat war von der Mehrheit (SPD, Grüne, BBV) – unter anderem gegen die Stimmen der CSU – verabschiedet worden, wobei auch der momentan amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) dagegen stimmte, obwohl er als Verwaltungsleiter den Finanzplan letztlich ja zu verantworten hat. Freilich hatte es auch schon vor der Verabschiedung Gespräche zwischen Stadt und Landratsamt gegeben. Damals waren die dritte Bürgermeisterin, der amtierende Rathauschef und die Kämmerin in der Kreisbehörde.

Der erneute Gesprächsbedarf jetzt sei vom Landratsamt angemeldet worden, sagte eine Sprecherin der Kreisbehörde auf Tagblatt-Anfrage. Ansonsten gab sie sich in dieser Angelegenheit äußerst bedeckt. Es gehe um „komplexe Fragestellungen“. (st)

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