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Ehrung: (v.l.) VdK-Kreisvorsitzender Roland Müller, Hubert Ficker sen., Petra und Hubert Ficker jun.

Höchste Verdienstmedaille erhalten 

Gründungsmitglied ist seit 70 Jahren beim VdK

Wenn jemand wie Hubert Ficker senior aus Landsberied 70 Jahre beim VdK ist, dann macht sich der Kreisvorsitzende des Sozialverbandes, Roland Müller, gerne auf den Weg.

Müller wollte persönlich gratulieren. Zumal der Geehrte am gleichen Tag seinen 91. Geburtstag feierte. Neben der Ehrenurkunde überreichte Müller dem Jubilar mit der Patrona-Bavariae-Medaille zudem die höchste Verdienstmedaille des Verbandes. Außerdem steckte er dem topfiten Senior die neue Ehrennadel des VdK an den Pullover.

Hubert Ficker sen. war mit seinen 21 Jahren damals einer der ersten, in Bruck gar Gründungsmitglied des Ortsverbandes, die dem VdK beitraten. Und damit ist er länger Mitglied, als der VdK Deutschland alt ist. Denn der wurde erst 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner“ aus der Taufe gehoben. In Bayern fand die Gründung aber schon früher statt. Am 29. November 1946 wurde die ursprüngliche Selbsthilfeeinrichtung als „Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und deren Hinterbliebenen in Bayern“ in München gegründet.

„Ich wurde auf dem Rückzug von der Ostfront in Braunsberg (Ostpreußen) verwundet und geriet im Jahr 1945 während meines Lazarettaufenthalts in Lübeck drei Tage nach Ende des Krieges in englische Gefangenschaft“, erinnert sich der in Jonsdorf (heute Janovice) im Sudetenland geborene Kriegsteilnehmer. Und da er Hilfe brauchte wegen der Anerkennung seiner Kriegsverletzung, habe er sich dann dem VdK angeschlossen.

Aus der kurzen Gefangenschaft entlassen, landete Hubert Ficker in Fürstenfeldbruck, weil sein Schwager im Fliegerhorst Kriegsgefangener war. In München machte der Kriegsversehrte eine Umschulung zum Graveur. Bis zur Rente blieb er dem Beruf treu.

In der Brucker Kultgaststätte Drei Rosen lernte Hubert Ficker beim Tanzen seine Frau Magdalena aus Landsberied kennen. Hubert Ficker jun. ist das einzige Kind der Eheleute. „Und so wurde Landsberied zu meiner Heimat.“

von Dieter Metzler

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