Große Abweichungen im Haushalt 2020 gab es in Landsberied – aber nicht wegen des Corona-Virus.  (Symbolbild)
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Große Abweichungen im Haushalt 2020 gab es in Landsberied – aber nicht wegen des Corona-Virus.  (Symbolbild)

Aus dem Gemeinderat

Die Kosten für viele verschobene Projekte in Landsberied fallen erst heuer an

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Große Abweichungen im Haushalt 2020 gab es in Landsberied – aber nicht wegen des Corona-Virus.

Landsberied – Dass die Abschlussrechnung des vergangenen Jahres ganz anders ausfiel, als vor einem Jahr noch geplant, hat vielmehr mit verschobenen Projekten zu tun, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

„Wir waren sehr großzügig bei den Projekten, die wir eingestellt haben. Wir haben einiges geschoben“, so die Rathauschefin. Zum Beispiel den Anschluss des Rathauses an eine Glasfaserleitung (80 000 Euro Kosten) oder die Planungskosten für die Umgestaltung des Dorfweihers und Dorfplatzes (95 000 Euro). Dieses Geld wird erst heuer ausgegeben.

Die Corona-Pandemie mit der laufenden Rezession hat die Gemeinde-Einnahmen bisher noch nicht angegriffen. Bei der Gewerbesteuer nahm Landsberied zum Beispiel 624 000 Euro ein, geplant waren sogar nur 430 000 Euro. Hier profitierte man wahrscheinlich von den vielen Baufirmen der Gemeinde, erklärte Schweitzer das deutliche Plus. Die Baubranche hat bisher noch geringe Umsatzrückgänge.

Beim größten kommunalen Einnahmeposten, der Einkommensteuerbeteiligung, fehlten nur 76 000 Euro zu den ursprünglich eingeplanten 1,32 Millionen Euro. „Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Schweitzer.

Die geplante Rücklagenentnahme von 800 000 Euro wurde bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Gemeinde holte nur 135 000 Euro vom Sparbuch. Zum Jahresende 2020 hatte Landsberied deswegen 3,24 Millionen Euro Rücklagen und 425 000 Euro Schulden.

Der Kontostand sieht gut aus, ist aber „keine freie Verfügungsmasse“ betonte Schweitzer. Denn: Die verschobenen Projekte müssen eben jetzt bezahlt werden. Auch beim Neubaugebiet an der Flurstraße laufen erst einmal Kosten auf, „bevor wir mit Grundstücksverkäufen wieder etwas einnehmen“, sagte Schweitzer.

Für dieses Jahr erwartet sie keine so entspannte Kassenlage: Die Kreisumlage werde steigen und die Wirtschaftskrise wahrscheinlich die Einkommensteuern senken. „Der Spielraum wird weniger, sagen wir mal so.“

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