Die Jugendlichen in Landsberied wünschen sich eine Halfpipe.
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Die Jugendlichen in Landsberied wünschen sich eine Halfpipe.

Jugendliche haben Unterschriften gesammelt

Eine eigene Halfpipe für Landsberied?

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Die Jugendlichen in Landsberied wünschen sich schon länger eine Halfpipe. Rund 70 Unterschriften hatten sie im Herbst gesammelt. Nun wurde ihr Anliegen im Gemeinderat diskutiert.

Landsberied – Der Bau einer Halfpipe kostet voraussichtlich zwischen 20 000 und 30 000 Euro. Im Gemeinderat stellte man sich die Frage, ob diese Investition überhaupt nötig beziehungsweise sinnvoll sei. Schließlich sei unklar, wie stark die Halfpipe letztendlich genutzt werde. Dass sich 70 Personen gleichzeitig auf ihr tummeln, das sei natürlich sehr unwahrscheinlich, sagte Jugendreferent Michael Bals (CSU/WDG). Und selbst wenn die neue Anlage anfangs großen Zuspruch finde, sei fraglich, wie lange beziehungsweise ob diese Begeisterung anhalte.

In der Nachbargemeinde Mammendorf hat das Interesse nämlich rasch nachgelassen. Vor einigen Jahren wurde beim Freibad eine Halfpipe errichtet. Am Anfang sei die Euphorie und das Engagement der Jugendlichen groß gewesen, sagte Landsberieds Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) im Gemeinderat. Doch wie ihr der Mammendorfer Jugendreferent berichtet habe, habe das nachgelassen.

Damit man nicht zwei verwaiste Anlagen habe, sei eine Zusammenarbeit der beiden Gemeinden eine Option, sagte Schweitzer. Die Landsberieder Jugendlichen könnten den Mammendorfer Platz wieder beleben.

Die Gemeinderatsmitglieder wollten sich aber noch nicht festlegen. Sie möchten erst einmal alle offenen Fragen klären, bevor sie endgültig für oder gegen eine eigene Anlage stimmen.

Konzept, Unterhalt, Eigenbeteiligung der Kinder und Jugendlichen, ein Standort – alle diese Punkte seien zuerst zu diskutieren, aber eben in einem größeren Kreis mit den Interessierten meinte Jugendreferent Bals. „Ein Treffen mit 60 Leuten ist während Corona schwierig. Ich glaube nicht, dass wir vor Sommer oder Herbst ein finales Konzept erarbeiten können“, fügte er hinzu. Eine Versammlung wäre für Bals aber schon einmal ein besseres Indiz, um zu sehen, wie groß das Interesse an einer Halfpipe wirklich ist.

Einen anderen Gedanken brachte Sportreferent Sebastian Förg (FW/Einigkeit) auf: „Was ist, wenn der FC Landsberied den Bau federführend in die Hand nimmt und die Gemeinde einen Zuschuss gibt?“ Ein solches Modell könnte möglicherweise Fördergelder bringen.

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