Feuerwehrhaus bekommt einen neuen Boden

Landsberied – Der Boden im Feuerwehrhaus soll erneuert werden werden, wird aber teuer als gedacht. Verschieben auf nächstes Jahr will die Gemeinde die Bauarbeiten jedoch nicht, schließlich können die Rettungskräfte erst danach weitere Umbauten starten.

Außerdem kommt im Herbst das neue Feuerwehrfahrzeug nach Landsberied. Bei einer ersten Besichtigung mit dem Gemeinderat im April hatten die Feuerwehrler die Kosten für eine Boden-Erneuerung auf rund 13 500 Euro geschätzt. Die in den 1980er-Jahren erbaute Fahrzeughalle samt Spinden liegt direkt neben dem Rathaus, hat aber Sanierungsbedarf. Denn der alte Boden entspricht in punkto Rutschfestigkeit nicht den Ansprüchen. Das wurde bei einer sicherheitstechnischen Begehung durch die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) bemängelt. Dabei geht es um versicherungstechnische Belange, der KUVB ist der Unfallversicherer der Gemeinden.

Nachdem der Gemeinderat grundsätzlich zugestimmt hatte, hat die Verwaltung nun verschiedene Varianten durchgerechnet, wie viel die Entfernung des alten und die Aufbringung eines neuen Bodens mit rutschhemmender Beschichtung kostet. Außerdem soll im Zuge dieser Arbeiten eine Abflussrinne in der Hallenmitte eingesetzt werden, da die Feuerwehr dort in Zukunft die Schlauchwäsche durchführen möchte. Dadurch würde man anderer Stelle Platz gewinnen, den man für weitere Umbauten braucht.

Arbeiten sind teurer als gedacht

Doch die Berechnung hat ergeben, dass die Arbeiten teurer kommen als gedacht und im Haushalt angesetzt. „Wir sind jetzt sehr drüber“, so das Fazit von Bürgemeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) zu den Berechnungen. Die günstigste Variante, ein Rüttelboden, kostet 22 000 Euro. Das ist ein keramischer Bodenbelag, der in einem speziellen Verfahren aufgebracht wird: Die Bodenplatten werden mit einem Rüttelgerät direkt in den Estrich eingerüttelt. Dieses Verfahren kommt vor allem in gewerblich genutzten Flächen zum Einsatz und ist schnell durchführbar. Auch die Feuerwehr selbst bevorzugt die Variante Rüttelboden - sie wurde schließlich einstimmig beschlossen. Die höheren Kosten waren für den Gemeinderat dabei nicht ausschlaggebend.

Ob man die Maßnahme heuer oder nächstes Jahr durchführe, sei doch relativ egal, meinte Vereinsreferent Bernhard Förg (FW/Einigkeit). Ein neuer Boden müsse so oder so her: „Es wird ja gebraucht.“ Außerdem würde die Feuerwehr dafür in diesem Jahr an anderen Posten sparen. Wenn der Boden verlegt ist, werden zusätzliche Garderobenschränke eingebaut. Damit soll mehr Platz sein und die Einsatzkleidung eines jeden einen eigenen Platz erhalten. Die Garderoben zahlt aber nicht die Gemeinde, diese übernimmt der Feuerwehrverein selbst. Wenn man sich mit der Vergabe der Arbeiten beeile, könnte der neue Boden sogar schon vor dem Eintreffen des neuen Feuerwehrfahrzeugs im Herbst fertiggestellt sein, so Schweitzer. 

Fabian Dilger

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