Eine Familie aus Tansania hatte diese Torte gebacken.

Landsberied

Flüchtlinge überraschen Ehrenamtliche bei Weihnachtsfeier

In der Asyl-Unterkunft in Landsberied haben Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer zusammen Weihnachten gefeiert. „Es war eine der schönsten und anrührendsten Weihnachtsfeiern, die ich jemals erlebt habe“, berichtet Michael Acker, der mit einer Handvoll anderer Bürger den Flüchtlingen zur Seite steht.

Landsberied – 

Die Objektleiterin des Landratsamtes, die schon mehrfach als „guter Engel“ im schön geschmückten Aufenthaltsraum des Containers vertreten war, hatte mit dem kleinen Helferkreis die Vorbereitungen zur Feier getroffen. Ein Christbaum war von der Landsberieder Feuerwehr gestiftet worden. Bei Plätzchen, Stollen und Kinderpunsch wurde gesungen und zu späterer Stunde auch ein bisschen getanzt.

Zur großen Überraschung der ehrenamtlichen Helfer hatten sich die Heimbewohner, die aus 13 Nationen zur Zeit in Landsberied heimisch sind, einiges einfallen lassen. Neben der namentlichen Vorstellung aller Anwesenden wurden auch von Bewohnerseite Geschenktüten verteilt. Den Helfern wurde überschwänglich gedankt, besonders Barbara Zehner und Mirjam Hilgers, die fast täglich dringend nötige Hilfe geben.

Zwei Gäste aus Uganda hielten in launiger Form, zwar noch in Englisch, aber schon mit guten Deutsch-Ansätzen, eine kurze Ansprache, die von allen Seiten heftig beklatscht wurde. Einer der Höhepunkte war eine zweistöckige Weihnachtstorte, die eine Familie aus Tansania gebacken hatte.

Die Feier, so Acker, habe gezeigt, „wie man Migranten näher kommt und diese es genießen können, nicht als Fremde bei uns zu sein, sondern als Freunde aufgenommen zu werden“.

Die Unterkunft in Landsberied gibt es seit Oktober 2015. Derzeit sind 22 Männer, sieben Frauen und acht Kinder im Alter von zwölf Monaten bis zu zehn Jahren untergebracht. Die Belegung der Unterkunft hat schon zweimal vollständig gewechselt. Das heißt, bisher wurden rund 120 Flüchtlinge betreut. Der Helferkreis hofft, dass im neuen Jahr wieder mehr Ehrenamtliche mithelfen: Es waren einmal an die 50, jetzt ist es nur noch eine Handvoll.

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