In Landsberied

Friedhof-Parkplatz dient allen

Am Landsberieder Friedhof entsteht ein neuer Parkplatz. Die Gemeinde gibt dafür einen Zuschuss. Auch weil die Pfarrgemeinde ihr hoheitliche Aufgaben abnimmt.

Landsberied– Ein Teil des Friedhofsgeländes im Norden soll zu einem Parkplatz umgebaut werden. Die zehn geplanten Stellplätze sollen von der Franz-Paul-Straße aus angelegt werden. Die Anlage könnte später noch vergrößert werden. Dazu müssen zwei Bäume entfernt und die Friedhofsmauer aufgeschnitten werden.

Die katholische Pfarrgemeinde will damit Parkprobleme in der Kirchstraße lösen. Bei stark besuchten Gottesdiensten beeinträchtigen die vielen Autos regelmäßig den Verkehr, etwa Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Durch einen Zugang im Norden könne man außerdem Grünabfälle leichter entsorgen und Tote leichter in den Friedhof hineinbringen, sagt Kirchenpfleger Lorenz Paintner. Außerdem sollen die Friedhofstore erneuert werden.

Die Kirchenstiftung Landsberied beantragte für den Umbau von der Gemeinde nun einen Zuschuss von 10 000 Euro. Diese seien zwingend notwendig für das Projekt, erklärte Paintner. Denn man müsse die Ausgaben alleine schultern, sagte er im Gemeinderat. Die Gesamtkosten liegen bei 38 000 Euro, das Ordinariat schießt aber nur bei Baukosten von über 100 000 Euro etwas zu. Die Pfarrgemeinde will deshalb noch an die Landsberieder herantreten: „Wir hoffen natürlich, dass wir ein paar Euro Spenden zusammenbekommen“, sagte Paintner.

Die Gemeinderäte fanden die Parkplätze „notwendig und nützlich“. Sie bewilligten die 10 000 Euro. Es sei zwar teuer, aber es müsse wohl sein, sagte Hans Märkl (Grüne). „Werden die neuen Parkplätze dann angenommen?“, fragte Johannes Trischberger (CSU/WDG). „Wir setzen darauf, dass die Leute dort parken, wenn der Parkplatz erst einmal bekannt ist“, antwortete Paintner. Gewünschter Nebeneffekt: Wenn alle Plätze belegt sind, stellen die Leute ihr Auto trotzdem im Wohngebiet nördlich des Friedhofs ab – anstatt in der südlichen Kirchstraße.

Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) wies darauf hin, dass die Kirche mit ihrem Friedhof der Gemeinde eigentlich hoheitliche Aufgaben abnimmt. Die Bestattung ist nämlich kommunale Aufgabe. Da auf dem Friedhof aber jeder bestattet werden kann, nicht nur Katholiken, muss die Gemeinde bisher nicht tätig werden. Der Parkplatz soll bis zum Sommer fertig sein. fabian dilger

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