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Landsberied will bezahlbare Wohnungen bieten.

Landsberied

Gemeindewohnungen: Mietpreis steht fest

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Im Frühjahr sind die neuen Gemeindewohnungen in Babenried fertig. Jetzt hat der Landsberieder Gemeinderat die Miethöhe und das Verfahren zur Mieterauswahl festgelegt.

Landsberied Der Bewerbungsprozess für die Wohnungen wird bald anlaufen, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) im Gemeinderat. Einige Interessenten hätten schon bei ihr angeklopft. Daher müsse nun die Miete festgelegt werden.

Die Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf hatte acht Euro pro Quadratmeter vorgeschlagen. Diese Höhe sei nach Absprache mit dem Wohnungsamt im Landratsamt zustande gekommen, sagte Rathauschefin Schweitzer. Die Wohnungen in Babenried sollen auch für Bürger mit geringem Einkommen erschwinglich sein, das ist der Grundgedanke des Bauprojekts.

Die Verwendung der Wohnungen

Die Gemeinderatsmitglieder votierten einstimmig für den Quadratmeterpreis. „Die acht Euro sind in Ordnung“, sagte Hans Märkl (Grüne). „Das kriege ich als Mieter in Landsberied und der Umgebung unter normalen Umständen nicht“, betonte Sozialreferent Hubert Ficker (CSU/WDG).

Märkl fragte nach der Verwendung der Wohnungen. Er schlug vor, dass der Träger des Gemeindekindergartens eine Stellenausschreibung sozusagen mit einer Wohnung garniert. Im Kindergarten-Bereich seien Arbeitskräfte stark gesucht, man könnte so versuchen, schneller Mitarbeiter zu finden – und an diese die Wohnungen noch günstiger vergeben, sagte Märkl: „Ich persönlich wäre bereit, eine niedrigere Miete zu verlangen.“

Alle Wohnungen zum gleichen Preis

Wenn die Mieter unterschiedlich hohe Preise zahlten, wäre das keine gute Lösung, sagte Ficker: „Ich brauche ein Mietniveau, keine unterschiedlichen Preise.“ Der Träger könne aber auf alle Fälle versuchen, die Stellensuche mit der Aussicht auf eine Wohnung zu koppeln, sagte Bürgermeisterin Schweitzer. Eine klassische „Betriebswohnung“ sei in Babenried jedoch nicht zu machen. Man könne den Mietvertrag dann nicht auflösen, wenn Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wechseln und woanders einen Job annehmen, erklärte Schweitzer.

Vergabe der Wohnungen übernimmt ein eigenes Gremium

Die Vergabe der Wohnungen übernimmt ein eigenes Gremium. Aus Datenschutzgründen könne nicht der gesamte Gemeinderat alle Bewerber mit ihren Details zu sehen bekommen, sagte Schweitzer. Deswegen wird ein Gremium – bestehend aus ihr, Sozialreferent Ficker, Helmut Hoffmann (Grüne) und ein bis zwei Verwaltungsmitarbeitern – gebildet. Die Mitglieder des Gremiums bekommen die Unterlagen und wählen die Mieter aus. Bei der Vergabe gibt es kein Punktesystem.

Wenn sich viele Interessenten für die Wohnungen melden, dann sei das auch ein Gradmesser, ob man weiteren Wohnungsbau in der Gemeinde betreiben müsse, sagte Schweitzer abschließend.

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