Julian Brandt: Wechsel zu Dortmund fix - FC Bayern geht leer aus

Julian Brandt: Wechsel zu Dortmund fix - FC Bayern geht leer aus
+
Eine Bushaltestelle.

Öffentlicher Nahverkehr

Geteilte Meinungen zu Mobilitätsstationen

  • schließen
  • Fabian Dilger
    Fabian Dilger
    schließen
  • Stephanie Hartl
    schließen

Leihautos und -räder an gemeinsamen Haltestelle für Bus oder S-Bahn – das steckt hinter dem Namen Mobilitätsstation. Das ist die derzeit breit diskutierte Möglichkeit, um den Verkehr umweltgerechter und platzsparender zu steuern.

Landsberied/Adelshofen/Althegnenberg  Landratsamt und MVV planen im gesamten Landkreis in den nächsten zwei Jahren solche Stationen. Wollen das die Gemeinden überhaupt? Sie müssten einen gewissen Teil der Kosten übernehmen. Die Gemeinderäte in Landsberied, Adelshofen und Althegnenberg haben sich bereits damit befasst.

Landsberied zeigt sich interessiert

Landsberied will grundsätzlich mitmachen. Es könnte eine Car-Sharing-Station kommen. Jetzt geht es an Standortsuche und Kostenermittlung. Das endgültige Okay wird im Laufe des Jahres fallen. „Erst dann, wenn wir wissen, was wir haben wollen, welche Ausstattung an welchen Standorten und was das Ganze kostet“, sagte Vize-Bürgermeister Hubert Ficker (CSU/WDG). Oder wie Hans Märkl (Grüne) meinte: „Wir sind sehr interessiert, aber wir brauchen eine Hausnummer, was das Ganze kostet.“

Schon mal vorab wurde über Schließfächer diskutiert. Ficker meinte, diese seien sehr teuer. Er sehe dafür in Landsberied derzeit keinen Bedarf. Für Landsberied schlägt das Landratsamt grundsätzlich zumindest ein Leihauto, Leihräder, Fahrrad-Stellplätze und Bushaltestelle am selben Ort vor. Gemeinsam mit Schöngeising könnte außerdem eine kleinere Station an der S-Bahn entstehen. Dort wären dann Leihräder verfügbar.

Adelshofen sieht es kritisch

Kritisch steht der Adelshofener Gemeinderat den Mobilitätsstationen gegenüber. Zwar begrüßen die Ortspolitiker das Projekt grundsätzlich. Ob es aber auch für ihre Gemeinde das richtige ist, darüber bestehen Zweifel. „Das ist für größere Kommunen sicher zielführend, doch dazu zähle ich Adelshofen ausdrücklich nicht dazu“, sagte Frank Bischoff (FW). Geplante Informations-Stellen sieht er als mögliches Ziel jugendlicher Zerstörung. Für Leihräder wähnt Bischoff in der Gemeinde keinen großen Nutzerkreis: „Ich sehe niemanden, der von der Bushaltestelle zur Mehrzweckhalle oder von Adelshofen zum Bahnhof nach Mammendorf radeln würde.“ Wer dies wolle, tue das mit dem eigenen Fahrrad, ergänzte seine Fraktionskollegin Margit Pesch. Johann Hintersberger (CSU) sah dies zwar ähnlich. „Allerdings sollten wir uns eine spätere Teilnahme an dem Projekt nicht verbauen.“ Rosmarie Siebenhütter (FW) gab außerdem zu bedenken, dass die Leihradstationen mit der Zahl der teilnehmenden Kommunen stehen und fallen. „Wenn viele Gemeinden nicht mitmachen, funktioniert das System nicht.“ Vizebürgermeister Johann Siebenhütter (CSU) sieht zudem noch offene Fragen bei der Finanzierung. Bischoff schlug vor, eine App-Lösung anzuregen. Eine solche gebe es schon vielerorts, wo die Verkehrsverbunde ihre Nutzer über das Smartphone informieren. „Wir sollten dann vielleicht eher einen Hotspot einrichten, damit die Menschen die App auch nutzen können.“ Letztlich verschoben die Adelshofener Räte einen endgültigen Beschluss über die Teilnahme an dem Projekt.

Althegnenberg sagt Nein

In Althegnenberg wird es dagegen definitiv keine Mobilitätsstation geben. Das hat jetzt das Gremium beschlossen – wenn auch nicht einstimmig. Drei Standorte waren vorgeschlagen: am Bahnhof, in Hörbach am Feuerwehrhaus und an der Schule – wobei letzteres sofort abgelehnt wurde. Als Kompromissvorschlag war ein Verleih mit fünf Rädern am Bahnhof zur Diskussion gestanden. Dafür hätte sich auch Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) erwärmen können, doch der Vorschlag fiel durch. Die Kosten für diese Mobilitätsstationen wären auch nicht ohne gewesen. Knapp 20 000 Euro würde die Errichtung einer Fahrradbox kosten, denn für Fundament und den Unterhalt wie etwa den Winterdienst muss auch gesorgt werden. „Mering hat nichts dergleichen gemacht“, so Dosch auf Tagblatt-Anfrage. Ob in der Nachbargemeinde Hattenhofen etwas aufgestellt wird, sei noch nicht entschieden. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tief Axel geht die Puste aus: Der Regen geht - die braune Brühe aber bleibt
Tief Axel geht die Puste aus, der große Regen ist vorbei. Braune Fluten – vor allem in der Amper – werden den Landkreis aber noch weiter beschäftigen. Grund ist der …
Tief Axel geht die Puste aus: Der Regen geht - die braune Brühe aber bleibt
Oberschweinbach fühlt sich zu klein für Mobilitätsstationen
In der Gemeinde wird es keine so genannte Mobilitätsstation – gemeinsame Haltestellen für Busse, Leihautos und -räder – geben. Doch diese Entscheidung des Gremiums, die …
Oberschweinbach fühlt sich zu klein für Mobilitätsstationen
Er will als Bürgermeister Alling versöhnen
Der erste Bewerber um die Nachfolge des scheidenden Rathaus-Chefs Frederik Röder (CSU) steht fest. Einstimmig wählten 41 Anhänger der neuen Allinger Bürgervereinigung …
Er will als Bürgermeister Alling versöhnen
Alle Straßen bekommen LED-Beleuchtung
Die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet auf LED-Technik ist jetzt auch vom Stadtrat beschlossen worden. 3100 Leuchten, die in den nächsten sechs …
Alle Straßen bekommen LED-Beleuchtung

Kommentare