Ein Jagdhornbläser der Kreisgruppe während der Hegeschau in Landsberied.

Hegeschau beim Jagdverband

Zehn Euro pro Wildsau-Abschuss

Brucker Jäger bekommen künftig einen Zuschuss, wenn sie Wildschweine erlegen. Pro getötetes Tier zahlt das Landratsamt zehn Euro. 

Landsberied – Das hat der stellvertretende Landrat Johann Wieser auf der Hegeschau des Brucker Ortsverbandes des Bayerischen Jagdverbands (BJV) in Landsberied bekannt gegeben. Hintergrund ist, dass Jäger für jedes erlegte Wildschwein 19,50 Euro für eine sogenannte Trichinenuntersuchung zahlen müssen. Trichinen sind winzige Fadenwürmer, die sich im Fleisch der Tiere befinden und bei Verzehr Krankheiten auslösen können.

Die Brucker Jäger sollen mit dem Zuschuss bei dem Umgang mit der wachsenden Schwarzwildpopulation unterstützt werden. Ziel sei ein stabiler und heimischer Mischwaldbestand. Der Leiter der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt, Hans Betz, informierte über die aktuellen Zahlen. So wurde der Wildschweinabschuss seit 2010 vervierfacht. Bei der Rehwildbejagung hat man im vergangenen Jagdjahr 34 Prozent des Drei-Jahres-Plans erzielt und liegt damit leicht über dem Soll.

Die Landsberieder Bürgermeisterin Andrea Schweitzer sagte in der Hegeschau: „Jäger sind Tag für Tag Naturschützer.“ Auch der Vorsitzende der Brucker BJV-Ortsgruppe Gerhard von Hößlin betonte die aktive Naturschutzarbeit der Jägerschaft. Er verwies auf eine Resolution des Verbandes, wonach ein artenreicher und gesunder Wildbestand gefördert werden soll. Gleichzeitig kritisierte er jüngste Vorfälle von Jagdfrevel im Landkreis: „Wilderei ist kein Kavaliersdelikt“, sagte von Hößlin.

340 Jäger sind im Landkreis aktiv. Sie kümmern sich um 36.400 Hektar bejagbare Fläche (Waldanteil von 30 Prozent). Diese ist in vier Hegegemeinschaften eingeteilt.

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